Der Verein mit Sitz in Wangen lässt seine Vereinsheime prüfen. Foto: Gerhard Ziegler

Studenten der Immobilienwirtschaft nehmen die Vereinsheime der Sportkultur Stuttgart unter die Lupe. Sie wollen zeigen, wie die sieben Immobilien noch genutzt werden könnten.

Wangen - Fünf Jahre ist es nun schon her, dass sich die Vereine SKG Hedelfingen, SKV Rohracker, TV Hedelfingen und VfL Wangen zur Sportkultur Stuttgart (SKS) zusammen geschlossen haben. 2015 fusionierte die Sportkultur dann noch mit dem SV Obertürkheim. Damit hat der Verein aber nicht nur neue Flächen und Angebote hinzu gewonnen. Er hat auch sage und schreibe sieben unterschiedliche Standorte. Und damit auch sieben Vereinsheime. „Die brauchen wir nicht alle“, meint Gerhard Ziegler, der stellvertretende Vorsitzender der SKS. Deshalb wolle man nun einen „Blick in die Zukunft“ werfen: Studenten der Immobilienwirtschaft an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg sollen die Vereinsheime unter die Lupe nehmen und zeigen, was man aus den Räumlichkeiten machen könnte.

Die Projektarbeit der rund 25 Studenten startet im Juni. Dann werden die Vereinsheime der Sportkultur auf Herz und Nieren geprüft. Im Juli sollen im Haus des Sports in Bad Cannstatt die Ergebnisse präsentiert werden. Mit im Boot sind auch die Stadt Stuttgart und der Württembergische Landessportbund.

Denkbar sind viele Nutzungsmöglichkeiten

„Wir sind für neue Ideen offen und gespannt, was uns die Studenten vorschlagen“, sagt Gerhard Ziegler. Für ihn seien viele Nutzungsmöglichkeiten denkbar – vom Spiel- und Freizeitraum bis hin zum betreuten Seniorenwohnen. Eventuell könne auch über den Verkauf einer Immobilie nachgedacht werden. Es sei aber keinesfalls geplant, irgendwelche „lieb gewonnenen Sportstätten zu schließen“, stellt Ziegler klar. Vielmehr sehe er die Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule als eine Art „Denkfabrik“, in der Nutzungsmöglichkeiten für die Zukunft erarbeitet werden sollen. Dabei sei es hilfreich, mal „einen Blick von außen“ zu bekommen.

Die sieben Standorte der SKS bieten Ziegler zufolge zwar einige Vorteile, aber eben auch Nachteile. Die Kosten für Verwaltung und Instandhaltung seien hoch, sagt Ziegler. Zudem würde sich der Vorstand lieber um den Sport kümmern, „statt immer wieder als Immobilienverwalter tätig zu sein“.

Der Verein will diese Chance nutzen

Die Gelegenheit, die Gebäude aus immobilienwirtschaftlicher Sicht prüfen zu lassen, habe sich durch ein Vereinsmitglied ergeben – eine Dozentin der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Dank ihr, erklärt der stellvertretende Vorsitzende, habe man nun die Chance, die Immobilien kostenlos untersuchen zu lassen. „Vereine haben ja nie Geld“, erklärt er. Und wenn sich nur eine Idee der Studenten als tragfähig für die Zukunft erweise, „hat es sich schon gelohnt“, sagt Ziegler.

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