Ein Roboter mit Knochen, Muskeln und Sehnen? Ein Beispiel für die Verbindung von Biologie und Technik. Foto: : Roboy Project/Andra Photography

Die Natur als Vorbild für neue Produkte – das ist eine gute Kombination von Biologie und Wirtschaft, meint Wissenschaftsredakteur Klaus Zintz.

Stuttgart - Es gibt wieder einmal ein neues Kompetenzzentrum im Land: dieses Mal für Biointelligenz. Für eine nachhaltige Zukunft ist die interdisziplinäre Verbindung von Biologie und Technik zweifellos eine gute Sache. Hinzu kommt das enorme wirtschaftliche Potenzial, dass bioinspirierte Technologien auf vielen Feldern bieten – von der Landwirtschaft und Ernährung über die Medizin bis zum Energiesektor und dem Konsum. Gerade Baden-Württemberg bildet mit seiner Infrastruktur eine hervorragende Basis, um nicht nur die wissenschaftlichen, sondern auch die wirtschaftlichen Chancen zu nutzen. Was nicht heißt, dass sich das Land damit automatisch an die Weltspitze katapultiert: Andere Länder wie etwa die USA und China sind auf diesem Sektor schon gut unterwegs.

Erfreulich ist, dass die Initiatoren des Kompetenzzentrums auch erkannt haben, wie wichtig gerade in Deutschland mit seinen vielen Skeptikern und Bedenkenträgern die gesellschaftliche Dimension dieses Projekts ist. Biointelligente Produkte hören sich gut an – aber sie können auch wegen möglicher Risiken auf Ablehnung stoßen, wie die grüne Gentechnik im Bereich Landwirtschaft gezeigt hat. Umso wichtiger ist es, die Chancen und Risiken klar aufzuzeigen und die Bevölkerung frühzeitig mitzunehmen auf dem Weg in eine nachhaltigere Zukunft. Dafür ist intelligente Biotechnik unerlässlich.

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