Der Calcio-Stürmer Valentino Stepcic war ein ständiger Unruheherd und belohnte sich für sein Engagement mit dem 1:2-Anschlusstreffer. Foto: Yavuz Dural

Der Verbandsligist Calcio Leinfelden-Echterdingen holt gegen den VfL Sindelfingen spät noch einen Punkt.

Echterdingen - Die Verbandsliga-Fußballer von Calcio Leinfelden-Echterdingen haben am gestrigen Sonntag erneut große Moral bewiesen. Trotz eines frühen 0:2- und späten 2:3-Rückstandes bewahrten sie gegen den Tabellendritten VfL Sindelfingen die Ruhe und sicherten sich durch den 3:3-Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit noch einen durchaus verdienten Punkt.

     Die Parallele
Wie schon eine Woche zuvor beim Tabellenzweiten SSV Ehingen-Süd lagen die Echterdinger früh mit 0:2 in Rückstand. Diesmal allerdings ging es noch schneller. Schon in der dritten Minute hatte Marc Hetzel den VfL Sindelfingen in Führung gebracht, zwei Minuten später stockte Ivan Vargas Müller auf. Beide Male kam der Ball von der rechten Seite, wobei Vargas Müller von einem Ausrutscher von Lukas Ryl. Zwei Torschüsse, zwei Treffer – effektiver ging es von Seiten der Gäste nicht.

Die Aufholjagd
Wer nun dachte, die Echterdinger würden vor lauter Hadern ihre eigentlichen Aufgaben vergessen, der hatte sich getäuscht. Die Spieler starteten sofort eine Aufholjagd und hatten zunächst noch Pech, als Timo Bäuerle nur den Pfosten traf. 14 Minuten später traf Valentino Stepcic zwar wieder nur das Aluminium, diesmal allerdings prallte die Kugel vom Innenpfosten zum 1:2-Anschlusstreffer über die Linie. Und spätestens nach Lukas Zweigles 2:2 in der 30. Minute, das er nach einer Ecke mit dem Kopf erzielte, war die Begegnung wieder völlig offen.

    Der starke Rückhalt
Auch wenn Henning Bortel die ersten beiden Bälle, die auf sein Tor kamen, aus dem Netz holen musste, erwies er sich als starker Rückhalt. So vereitelte der Keeper zunächst das mögliche 1:3 durch Hetzel und stand auch beim Nachschuss von Sindelfingens Torjäger Oliver Glotzmann goldrichtig. Kurz vor der Pause hatte er erneut die Finger am Ball, als Lars Jäger nach einem Doppelpass mit Hetzel abzog (44.). Erneut Glotzmann und im Nachschuss Florian Feigl fanden dann auch nach der Pause in Bortel ihren Meister (52.), ebenso Jäger nach einem Sololauf (75.).

Der Pechvogel
Weil seine Mitspieler bei einem Einwurf zu fahrlässig agierten, blieb dem Sindelfinger Raphael Molitor nichts anderes übrig, als Stepcic regelwidrig vom Ball zu trennen. Weil er vorher schon die gelbe Karte gesehen hatte, schickte der Schiedsrichter Philipp Herbst (Nehren) den Innenverteidiger der Gäste mit Gelb-Rot vom Platz (57.).

Das Überzahlspiel
Obwohl mit einem Mann mehr auf dem Platz, taten sich die Echterdinger schwer. Anstatt über die Flügel zu kommen, wurde immer wieder der Weg durch die Mitte gesucht – erfolglos. Und so kam es, wie es kommen musste: Nach einer Ecke stimmte die Zuordnung nicht und Glotzmann traf zum 2:3. Es war sein neunter Saisontreffer.

Der Aufreger
Gerade hatte der Referee eine vierminütige Nachspielzeit angezeigt, sah er sich wütenden Protesten ausgesetzt. Nach einem Pass von Shaban Ismaili auf Gökhan Gümüssu stand der zwar im Abseits, was der Linienrichter auch anzeigte. Weil ein Sindelfinger den Ball aber mit dem Kopf verlängerte, wertete Herbst dies als neue Spielszene – deren Nutznießer war Carmelo Quartuccio mit dem Tor zum 3:3-Endstand.

Das Fazit des Trainers
„Wir sind sehr schlecht ins Spiel gekommen, haben vor allem auf den Flügeln viele Zweikämpfe verloren. Nach einer Viertelstunde wurde es aber immer besser. Der Punkt ist verdient“, sagte Francesco Di Frisco.

Calcio Leinfelden-Echterdingen:
Bortel – Ryl, Pranjic, Karastergios (59. Gümüssu), Zweigle – Nkansah, Bäuerle, Ismaili, Bahm (78. Quartuccio) – Stepcic, Joas (82. Häcker).

VfL Sindelfingen:
Walz – Dittrich, Molitor, Rupp, Sautter – Feigl – Jäger (86. Gast), Mayer, Vargas Müller (90. Knauß), Hetzel (63. Simao) – Glotzmann.

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