Florian Silbereisen freut sich auf seine Gäste am Samstag in der Schleyerhalle Foto: Gottfried Stoppel

Die kulturellen Veranstaltungen am Wochenende in Stuttgart finden nach derzeitigem Stand alle statt. Die Veranstalter sind mit Stadt und Land in Kontakt, sollte sich das aufgrund des sich ausbreitenden Coronavirus ändern.

Stuttgart - An diesem Wochenende ist in Stuttgart einiges los: Am Freitagabend spielen Deichkind in der Schleyer-Halle. Am Samstag lädt Florian Silbereisen zu seinem großen Schlagerfest XXL ebenfalls in die Schleyer-Halle ein mit Gästen wie Marianne Rosenberg, Matthias Reim, Thomas Anders, Oli.P, Ross Antony, Giovanni Zarella, Jürgen Drews oder Sonia Liebing. Und gleich am Dienstag drauf füllt der Rapper Kontra K diese Halle. In der Liederhalle treten zeitgleich Publikumslieblinge wie die Tanztruppe Lord of the Dance oder die Stuttgarter Philharmoniker auf. Im Staatstheater werden die Großproduktionen „Iwanow“ und „Boris Godunow“ aufgeführt. Und auch an den vielen anderen Kulturorten summt und brummt es an diesem Wochenende und den Tagen darauf.

Kein Grund für Absagen

Dass es auch in Stuttgart Corona-Fälle geben kann, ist den Verantwortlichen der Kulturstätten bewusst. Aber Einigkeit besteht auch darin: Für Absagen gibt es derzeit weder einen Grund noch einen Anlass. Da sind sich sowohl die Vertreter der leichteren Muse wie der ernsteren Künste einige. Zumindest Stand diesen Freitag.

Die Frage ist, wie die Einrichtungen auf einen Ernstfall eingestellt sind. Und darauf ist das Staatstheater wohl am Umfassendsten vorbereitet: „Im Februar hat es einen Rundbrief an all unsere Mitarbeiter gegeben“, so der Geschäftsführende Intendant Marc-Oliver Hendriks, „neben allgemeinen Informationen und Aufklärung stehen in dem Schreiben auch Verhaltensvorschläge und Hygienemaßnahmen. Das ist Teil unserer Fürsorgepflicht.“

Staatstheater informiert umfassend

Ansonsten steht das Staatstheater mit den verschiedenen Einrichtungen des Landes und der Stadt in ständigem Kontakt, um über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden zu sein. „Wenn sich irgendwelche Änderungen ergeben, auf die wir reagieren müssen, dann erfolgt das abgestimmt mit Land und Stadt“, so Hendriks. Dazu würden auch kurzfristige Absagen von Aufführungen gehören. Was dann zu geschehen hat, da hat das Drei-Sparten-Haus schon Erfahrung. Es geschieht zwar sehr selten, aber in der Vergangenheit musste schon die eine oder andere Aufführungen abgesagt werden, etwa aufgrund unerwarteter technischer Probleme oder wegen akuter Krankheitsfälle.

Es bleibt beim Konzertprogramm der kommenden Wochen

Das Staatstheater ist ja nun ein großer Tanker unter den Kulturveranstaltern mit an die 1000 Beschäftigten, da sind etwa die Konzertdirektion Russ mit ihrem überwiegend klassischen Engagement oder der Music Circus als Pendant für Gegenwarts-Pop und -Rock schlanker aufgestellt. „Wir haben intern darüber gesprochen“, so die Konzertdirektions-Geschäftsführerin Michaela Russ. Ähnlich hat es Music-Circus-Geschäftsführer Hans-Peter Haag gehalten: „Wir stehen in ständigem Kontakt zu den staatlichen Stellen. Sollte sich an der Situation etwas ändern, werden wir das schnell mitbekommen. So sind sie jetzt vor allem mal froh, dass keiner der vielen nationalen und internationalen Künstler, die in diesen Tagen und Wochen nach Stuttgart kommen, ihren Auftritt abgesagt haben.

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