Uwe Hück hatte zu Ferdinand Piëch intensiven Kontakt, als Porsche die Übernahmeschlacht gegen Volkswagen verloren hat. Foto: Lichtgut

Der ehemalige Porsche-Betriebsratsvorsitzende Uwe Hück würdigt die Leistungen des verstorbenen VW-Patriarchs Ferdinand Piëch. Einzig, Piëchs Angriff auf den früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking, treibt ihn immer noch um.

Stuttgart - Uwe Hück, ehemaliger Betriebsratsvorsitzender der Volkswagen-Tochter Porsche, hat Ferdinand Piëch als arbeitnehmerfreundlichen Manager gelobt: „Piëch hat wert gelegt auf ein enges Verhältnis zur Arbeitnehmerseite“, sagte Hück im Gespräch mit unserer Zeitung. „Er hat keine Entscheidung gegen sie getroffen“, so der einstige Arbeitnehmervertreter. „Piëch war vielleicht kein Mensch, der für ein liebevolles Miteinander gesorgt hat. Aber er hat für sichere Arbeitsplätze gesorgt.“ Hück hatte intensiven Kontakt mit Piëch, als Porsche die Übernahmeschlacht gegen Volkswagen verloren hat. „Ich rechne ihm an, dass er damals wie ein Sportsmann reagiert hat. Als das Spiel gewonnen war, gab es für ihn keinen Anlass mehr nachzutreten.“

Unverständlicher Angriff auf Wiedeking

Doch gibt es allerdings eine Sache, die Hück bis heute nicht versteht. „Das ist die Art und Weise, wie er den ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking fertiggemacht hat. Er hat ihn verletzt und damit auch mich.“ Am Ende des Tags überwiegt jedoch der Respekt vor Piëchs Lebensleistung. „Keine Frage“, so Hück, „ohne Piëch wäre Volkswagen heute nicht Volkswagen.“

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