Am 14. Dezember 1940 lief die 252 Meter lange „USS Hornet“ vom Stapel. Sie sank am 27. Oktober 1942 vor den Santa-Cruz Inseln. Der Flugzeugträger sank am 27. Oktober 1942 vor den Santa-Cruz Inseln im Südpazifik. Foto: Wikipedia commons/U.S. Navy photo NH 81313

Der Flugzeugträger „USS Hornet“ wurde im Oktober 1942 im Pazifik von japanischen Sturzkampfbombern versenkt. Nun hat ein von Microsoft-Gründer Paul Allen finanziertes Unterwasserbergungsteam das Wrack in 5400 Metern Tiefe entdeckt.

Washington - Der im Zweiten Weltkrieg im Südpazifik gesunkene amerikanische Flugzeugträger „USS Hornet“ ist gefunden. Das Wrack des Schiffs, das in entscheidenden Schlachten des Kriegs zwischen den USA und Japan zum Einsatz kam, liegt in 5400 Metern Tiefe auf dem Meeresboden, teilte das von Microsoft-Mitgründer Paul Allen finanzierte Forschungsteam mit. Den jüngsten Fund erlebte Paul Allen nicht mehr: Er starb im Oktober 2018 mit 65 Jahren.

Bilder zeigen, dass das Wrack des 252 Meter langen amerikanischen Flugzeugträgers noch relativ gut erhalten ist. Unterwasseraufnahmen lassen Kanonen, Stahlträger und sogar ein Flugzeug erkennen.

Der Flugzeugträger mit der Kennnummer CV-8 war im Oktober 1942 während einer Schlacht vor den zu den Salomonen gehörenden Santa-Cruz-Inseln von japanischen Sturzkampfbombern schwer getroffen worden und schließlich gesunken.

Ein Ort der Geschichte

Die Unterwasserbergungsexperten hatten das Wrack eigenen Angaben zufolge Ende Januar mithilfe ihres Forschungsschiffs „RV Petrel“ und der Auswertung von Marine-Archivdaten entdeckt. Das Forschungsteam habe die „USS Hornet“ finden wollen, weil sie „ein Ort der Geschichte ist als ein Flugzeugträger, der viele Schlüsselmomente in Seeschlachten miterlebt hat“, erklärte Expeditionsmanager Robert Kraft.

Dazu zählt etwa der „Doolittle Raid“, der von der „USS Hornet“ aus gestartete Überraschungsangriff von 16 B-25-Bombern der US-Luftstreitkräfte. Es war im April 1942 die erste amerikanische Antwort auf die Bombardierung Pearl Harbors durch Japan am 7. Dezember 1941. Die Bomber starteten vom Deck der „Hornet“ in Richtung japanische Heimatinseln.

Im März 2018 die „USS Lexington“ entdeckt

Die Forscher der von Allen geführten Suchexpeditionen hatten erst im März 2018 rund 800 Kilometer vor der australischen Küste das Wrack des Flugzeugträgers „USS Lexington“ gefunden. 2017 hatte das Forschungsschiff „RV Petrel“ bereits das Wrack der „USS Indianapolis“ ausfindig gemacht.

Der amerikanische Schwere Kreuzer „Indianapolis“ war ebenfalls im Zweiten Weltkrieg gesunken, nachdem das Schlachtschiff am 30. Juli 1945 von einem japanischen U-Boot torpediert worden war. Die „Indianapolis“ hatte im Juli 1945 Bestandteile für die zum späteren Abwurf über der japanischen Stadt Hiroshima bestimmte Atombombe „Little Boy“ von der US-Westküste nach Tinian gebracht, das zu den Marianeninseln im Pazifischen Ozean gehört.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: