US-Rapper Snoop Dogg kritisiert Donald Trump – und das nicht zum ersten Mal. Foto:  

In seinem neuesten Musikvideo richtet Rapper Snoop Dogg eine Pistole auf „Ronald Klump“ – eine Clown-Version des US-Präsidenten. Das Video soll eigentlich Polizistenwillkür ankreiden. Nun steht Snoop Dogg selbst in der Kritik.

Long Beach - Bang!: Eine rote Fahne schießt aus der Pistole, mit der Snoop Dogg auf „Ronald Klump“ zielt. Die Clownversion des amtierenden US-Präsidenten stirbt nicht in dem neuen Musikvideo des US-Rappers. Die Message allerdings ist klar: Snoop Dogg („Drop it Like It’s Hot“) ist nicht einverstanden mit Donald Trumps (70) Politik.

Sein neuestes Musikvideo „Lavender“ soll die Polizistenwillkür und -gewalt in den USA ankreiden. Doch nun steht der 45-jährige Rapper selbst in der Kritik. Denn die Schussszene drängt sein eigentliches Ansinnen in den Hintergrund.

In dem Video, an dem der Musikproduzent Kaytranada und die kanadische Hip-Hop-Band Badbadnotgood beteiligt waren, sind alle Charaktere Clowns – das Schulkind genauso wie der Nachrichtensprecher. Ein Marihuana rauchender Familienvater (gespielt von US-Schauspieler Michael Rapaport, „Men of Honor“), wird darin von einem Polizisten erschossen. Ein Passant filmt die kurze Szene, die abends in den Clown-Nachrichten gezeigt wird.

Selbst manchem Trump-Kritiker geht das Video zu weit

In den Nachrichten taucht auch „Ronald Klump“ erstmals auf: Er verkündet, alle Hunde abschieben zu lassen – ein deutlicher Hinweis auf Donald Trumps Einreiseverbot. In Anzug, weißem Hemd und roter Krawatte, mit blonder Perücke und orange geschminktem Geischt steht der Clown-Trump in Minute drei des Videos schließlich Snoop Dogg mit erhobenen Händen gegenüber. Der Rapper – im Holzfäller-Hemd, mit einer Sonnenbrille auf der Nase und einer Zigarette im Mundwinkel – drückt lässig ab.

Dem Magazin Billboard sagte Snoop Dogg, er habe einen Song machen wollen, der „nicht kontrovers, aber real“ sei – „real für die Leute, die keine Stimme haben.“ Ob ihm das mit „Lavender“ gelungen ist, sei dahingestellt. Selbst manchem Trump-Kritiker geht das Video zu weit. „Dem sollten das FBI und der Secret Service einen Besuch abstatten“, wünscht sich etwa ein Twitter-User. „Snoop verdient eine Gefängnisstrafe dafür, dass er Ignoranz und Hass in einer gesamten Generation ausgelöst hat“, kommentiert ein Youtube-Nutzer. Die mediale Aufmerksamkeit ist Snoop Dogg mit dem Video derweil sicher.

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