Seit 35 Jahren hat kein amierender US-Präsident die Waffenlobby NRA mehr besucht. Welchen Einfluss die Lobby in den USA hat, zeigen wir in unserer Bilderstrecke – klicken Sie sich durch! Foto: EPA

Am Freitag hat US-Präsident Donald Trump eine Rede bei der National Rifle Association (NRA) in Atlanta gehalten. Es ist der erste Auftritt eines amtierenden Präsidenten bei einer Waffenlobby seit 35 Jahren.

Washington - 99 Tage nach seinem Amtsantritt tritt US-Präsident Donald Trump am Freitag bei der mächtigen Waffenlobby National Rifle Association (NRA) auf. Seine Rede bei der Jahresversammlung der NRA in Atlanta im Bundesstaat Georgia am Mittag ist der erste Auftritt eines amtierenden US-Präsidenten bei der finanzkräftigen Lobbyvereinigung seit Ronald Reagan vor fast 35 Jahren.

Enge Beziehung zwischen Trump und NRA

In einem Video zu der Rede wies NRA-Präsident Wayne LaPierre bereits im Vorfeld auf die engen Beziehungen zwischen Trump und den Waffenlobbyisten hin. „NRA-Mitglieder und Waffenbesitzer haben dabei geholfen, Präsident Trump nach ganz oben zu bringen“, sagte LaPierre. Trump ist am Samstag 100 Tage im Amt. Der Republikaner war im Wahlkampf von der NRA unterstützt worden. Als Präsidentschaftskandidat trat er im Mai 2016 ebenfalls bei der Jahresversammlung der NRA auf und versprach, das in der US-Verfassung festgeschriebene Recht auf Waffenbesitz zu verteidigen. „Ich werde Euch nicht hängen lassen“, sagte Trump unter heftigem Applaus. Er selbst sei langjähriges Mitglied der NRA und einer von Millionen Amerikanern, die eine Erlaubnis zum Tragen von Feuerwaffen hätten.

Mehr als 300 Millionen Schusswaffen

Schätzungen zufolge befinden sich in den USA mehr als 300 Millionen Schusswaffen in Privathaushalten. Trumps Vorgänger Barack Obama hatte - auch angesichts einer Serie von Amokläufen an Schulen und Universitäten - diverse Anläufe unternommen, den Waffenbesitz strenger zu regulieren. Er scheiterte damit aber vor allem am Widerstand der Republikaner im Kongress.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: