Bei der Rückreise aus einem Risikogebiet ist ein Coronatest verpflichtend. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Die Zahl der Gebiete in Europa, für die eine Reisewarnung ausgesprochen wurde, steigt weiter. In unserer Bildergalerie zeigen wir, welche Regionen betroffen sind. Unsere Karte verschafft zudem einen Überblick, welche Länder weltweit als Risikogebiete gelten.

Stuttgart - Wer in den nächsten Wochen in den Urlaub fahren will, sollte sich sein Ziel genau überlegen. Das Auswärtige Amt warnt wegen der Coronavirus-Pandemie grundsätzlich vor nicht notwendigen, touristischen Reisen. Vor allem Gebiete außerhalb Europas sollte man meiden. Aber auch auf unserem Kontinent gibt es zahlreiche Regionen, teilweise ganze Länder, die zum Risikogebiet erklärt wurden und für die Reisewarnungen gelten.

50 Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen

Laut dem Auswärtigen Amt und dem Robert-Koch-Institut werden diese ausgesprochen, wenn in einem Land oder in einer Region die Zahl der Neuinfizierten im Verhältnis zur Bevölkerung von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen überschritten wird. Am 22. Oktober wurde die Liste an Gebieten wieder erweitert. Die neuen Aktualisierungen sind ab Samstag, dem 24. Oktober, gültig. Viele Gebiete Italiens sind jetzt von einer Reisewarnung betroffen, darunter auch das beliebte Urlaubsziel Südtirol. Auch in Österreich wurden große Teile des Landes als Risikogebiet eingestuft, in der Schweiz sogar das ganze Land. Eine Reisewarnung gibt es weiterhin für das gesamte Land Spanien, ausgenommen sind jetzt aber die Kanarischen Inseln. Bereits bestehende Buchungen in betroffene Regionen, können kostenlos storniert werden.

Alle Gebiete in Europa, für die eine Reisewarnung ausgesprochen wurde, können Sie sich in unserer Bildergalerie genau ansehen (Stand: 23. Oktober).

Auf der folgenden Karte können Sie sich zudem einen Überblick verschaffen, welche Länder und Regionen weltweit zu Risikogebieten erklärt wurden (Stand: 23. Oktober).

Regeln für Ein- und Ausreise

Das Einreisen in diese Regionen ist von den jeweiligen Ländern in den meisten Fällen grundsätzlich erlaubt, das Auswärtige Amt rät allerdings davon ab. In manche Staaten gelten dabei noch zusätzliche Vorschriften. So wird bei einer Einreise nach Portugal bei jedem Reisenden die Körpertemperatur gemessen. Wer nach Irland möchte, muss dafür ein Formular mit Kontaktdaten und dem Wohnort im Land ausfüllen. Das belgische Außenministerium stufte den Regierungsbezirk Stuttgart als „orangene Zone“ ein. Wer trotzdem nach Belgien einreisen will, sollte sich dort deshalb in Quarantäne begeben. In Ungarn, Dänemark und Finnland sind Einreisen für deutsche Staatsbürger sogar komplett untersagt.

Bei einer Rückreise aus einem ausgewiesenen Risikogebiet zurück nach Deutschland besteht eine Testpflicht auf das Coronavirus und eventuell eine darauffolgende Quarantäne. Der Test ist kostenlos und muss innerhalb von 72 Stunden durchgeführt werden. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu hat das Bundesministerium für Gesundheit auf seiner Website veröffentlicht. Das Auswärtige Amt rät dazu, sich regelmäßig über die sich schnell verändernde Lage zu informieren.

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