Der Wissenschaft gegenüber aufgeschlossen und den Studenten nah: Stephan Dabbert beim Fassanstich anlässlich des Dies academicus, des Uni-Festtags, im vergangenen Sommer. Foto: Lichtgut/Achim Zweygarth

Die Uni Hohenheim sammelt ein Prädikat nach dem anderen. Unter Studenten ist sie die Hochschule mit dem schönsten Campus, sie ist die beliebteste Hochschule und hat auch noch den beliebtesten Rektor in Baden-Württemberg.

Stuttgart - Die Bewertungsplattform StudyCheck sieht die Universität Hohenheim als beliebteste Uni in Baden-Württemberg. 500 Hochschulen waren bundesweit angetreten, Studenten bewerteten ihre Studieninhalte, Betreuungsqualitäten, Lehrveranstaltungen und Ausstattungen, ihr Campusleben und ihre Organisation. Die Universität Hohenheim hat mit 4 von 5 Sternen und einer Weiterempfehlungsrate von 93 Prozent den höchsten Beliebtheitswert des Landes Baden-Württemberg erreicht und liegt bundesweit hinter der Viadrina in Frankfurt/Oder (3,9 von 5 Sternen, 99 Prozent) an zweiter Stelle.

Bestnoten für den Rektor

Bestnoten erreichte auch Hohenheims Uni-Rektor Stephan Dabbert beim 2018er Rektoren-Ranking des Deutschen Hochschulverbands. Sein „Mut zu Entscheidungen, die durchaus auch unbequem sind, welche die Uni voranbringen und von der visionären Kraft des Rektors zeugen“, seine Führungskompetenz, sein Respekt für die Unterschiedlichkeit der Wissenschaftskulturen, seine Problemlösungskompetenz, seine Fairness und Ehrlichkeit seien ausschlaggeben dafür, dass Dabbert zum vierten Mal in Folge zum beliebtester Rektor in Baden-Württemberg gewählt wurde. Bundesweit erreichte er den zweiten Platz hinter Johannes Wessels (Uni Münster).

Als Schönste im Lande hält die Uni Hohenheim den ersten Platz, ihr Campus wurde von Studenten online gekürt. Den schönsten Campus Deutschlands hat demnach die Universität Passau.

Von der Hungersnot zum Volksfest

König Wilhelm I. von Württemberg hat die Unterrichts-, Versuchs- und Musteranstalt ins Leben gerufen. Sie war von Beginn an eine Innovations- und Ideenschmiede, um ihren Gründungsauftrag zu erfüllen: den verheerenden Hungerkrisen des frühen 19. Jahrhunderts entgegenzuwirken. Die erste folgte nach dem Ausbruch des Vulkans Tambora in Indonesien im April 1815. 140 Milliarden Tonnen Asche- und Staubpartikel schossen damals kilometerweit in die Atmosphäre, verdunkelten den Himmel und ließen den Sommer 1816 und auch die größten Teile der Ernte ausfallen. Deshalb mangelte es im Jahr 1817 im Südwesten Deutschlands an so gut wie allem. Aus Verzweiflung strecken die Leute ihr Grundnahrungsmittel Brot mit dem, was noch zu finden war – Blättern, Wurzeln, Gras oder sogar Sägespänen. Der König und seine Frau Katharina Pawlowna sahen sich mit Hunger, Not und Frustration der Bevölkerung konfrontiert – und reagierten am 20. November 1818 mit der Gründung der Versuchsanstalt.

Heute umfasst die Universität Hohenheim knapp 10 000 Studierende und mehr als 150 Professuren in drei Fakultäten für Agrar-, Natur- sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaft; die Überwindung der Hungersnot wird jedes Jahr mit einem Volksfest auf dem Cannstatter Wasen gefeiert, in diesem Spätsommer im 200. Jahr.

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