Die Buchhandlung auf dem Hohenheimer Campus schließt. Foto: Günter E. Bergmann

Studenten können Bücher künftig nicht mehr auf dem Campus kaufen. Wittwer schließt seine Filialen in Vaihingen und Hohenheim zum 1. Juli 2018. Der zunehmende Online-Handel und der Vormarsch digitaler Lehrinhalte seien Anlass für diese Entscheidung.

Stuttgart - Die Stuttgarter Universitäten verlieren Ende des Monats ihre Buchläden. Wie das Unternehmen Konrad Wittwer GmbH am Mittwoch mitteilte, schließen die beiden „Uni-Buch“-Filialen in Hohenheim und Vaihingen (Pfaffenwald) zum 30. Juni 2018. „Ausschlaggebend für die Schließung sind in erster Linie die allgemeine Situation auf dem Fachbuchmarkt, aber auch die veränderten Lese- und Kaufgewohnheiten der Kunden, vor allem der Studierenden. Branchenüblich orientiert sich diese Kundengruppe zunehmend an digitalen Lehrinhalten und Online-Vertriebswegen“, teilt Wittwer mit. Die Filiale in der Hohenheimer Fruwirthstraße hat insbesondere Fachbücher zu den Gebieten Agrarwissenschaften, Garten, Natur, Landwirtschaft, Naturwissenschaften, Betriebswirtschaft und Sprachen im Sortiment. Bücher zu den naturwissenschaftlichen Bereichen Chemie, Physik, Mathematik, Informatik und EDV, Elektrotechnik, Informationstechnik, Maschinenbau, Bauwesen waren Schwerpunkte auf dem Vaihinger Campus.

Wittwer werde sich künftig auf die drei Standorte in Stuttgart, Ludwigsburg und Sindelfingen konzentrieren, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Stammhaus in der Königstraße wolle man künftig „ein breites Sortiment wissenschaftlicher Bücher“ vorhalten und ferner mittels Online-Shop Service bieten. Im Stadtteil Vaihingen hat erst kürzlich auch die Schiller-Buchhandlung geschlossen.

Onlineshop soll Filiale ersetzen

Mietverträge laufen aus

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Filialen sollen entweder den Vorruhestand angetreten oder den Standort innerhalb der Buchhandelsfilialen gewechselt haben. Der Zeitpunkt der Schließung fällt mit dem Auslaufen der Mietverträge zusammen. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht“, so Geschäftsführer Rainer Bartle, „aber als Wirtschaftsunternehmen haben wir eine Verantwortung allen Filialen und allen Mitarbeitern gegenüber.“

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