260 Personen wurden 2017 bei einem Autounfall im Kreis schwer verletzt. Foto: KS-Images

Die Zahl der Unfälle im Land steigt bei zunehmendem Verkehr seit 50 Jahren an. Allerdings handelt es sich in den meisten Fällen um Bagatellschäden. Unfälle mit verletzten Personen gibt es im Kreis Ludwigsburg hingegen immer weniger.

Kreis Ludwigsburg - Dreizehn Menschen sind im vergangenen Jahr bei Autounfällen im Kreis Ludwigsburg ums Leben gekommen. Das sind zwei mehr als im Jahr zuvor. Doch die Zahl der Unfälle auf den Straßen im Kreis ist insgesamt gesunken. Gut 2200 Verkehrsunfälle mit einer verletzten Person oder einem Schaden über 2000 Euro zählte das Statistische Landesamt im Jahr 2017 im Kreis. Das sind 200 Unfälle weniger als im Vorjahr. Die meisten Crashs, knapp 1500, sind auf den Straßen in Orten passiert – 2016 waren es noch mehr als 1600 Unfälle auf den innerörtlichen Wegen. Gründe für diese Unfälle waren vor allem eine zu hohe Geschwindigkeit, Vorfahrtsverletzungen und ein zu geringer Abstand.

Positiv vermerken die Statistiker, dass die Zahl der Verletzten geringer ausgefallen ist als im Vorjahr. Rund 260 Personen wurden im letzten Jahr bei Unfällen schwer verletzt. Jeder zweite dieser Unfälle ist innerorts passiert. Knapp 30 Unfallbeteiligte kamen nach einem Zusammenstoß auf der Autobahn schwer verletzt in ein Krankenhaus. Im Jahr 2016 zählten die Behörden noch 330 Schwerverletzte, davon 180, die auf den innerörtlichen Straßen verunglückt sind. Die meisten der getöteten Personen sind damals nach einem Unfall auf einer Straße außerhalb von Orten gestorben, nicht auf der Autobahn.

Im Regierungsbezirk kamen mehr Personen ums Leben als 2016

Bei der Unfallstatistik für den Regierungsbezirk Stuttgart zeigt sich ein ähnliches Bild. Etwa 18 500 schwerere Unfälle zählte das Statistische Landesamt 2017, davon zwei Drittel auf innerörtlichen Straßen. 128 Personen kamen im Regierungsbezirk bei Autounfällen ums Leben – davon 85 auf Wegen außerhalb von Ortschaften und nicht auf der Autobahn. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 600 Unfällen insgesamt. Allerdings starben auf den Straßen im Stuttgarter Regierungsbezirk im vergangenen Jahr vier Personen mehr als noch 2016.

Mit Blick auf das gesamte Land Baden-Württemberg zeigt sich, dass die Zahl der Verkehrsunfälle seit knapp 50 Jahren bei zunehmendem Verkehr ansteigt, hierbei sind aber auch kleinere Zusammenstöße einberechnet. Die Zahl der Unfälle mit Verletzten hingegen liegt landesweit seit zehn Jahren zwischen etwa 34 000 und 38 000 Unfällen. Die gute Nachricht trotz hoher Unfallzahlen: Die Zahl der bei Autounfällen getöteten Personen sinkt tendenziell. Vor zwanzig Jahren kamen 900 Personen auf den baden-württembergischen Straßen ums Leben, 2017 waren es noch 458.

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