Die Polizei sucht noch Zeugen: Der Unfallort in der Hegel-/Seidenstraße am 20. Mai. Foto: SDMG/Schulz

Die Zahl der Fußgängerunfälle auf Stuttgarts Straßen nimmt zu. Eine Jugendliche muss nun als Todesopfer beklagt werden. Sie starb wenige Tage nach einem ungewöhnlichen Unfall.

Stuttgart - Die 17 Jahre alte Frau, die vorige Woche im Stuttgarter Westen an einer Bushaltestelle von einem Auto erfasst worden war, ist nun an den Folgen ihrer schweren Verletzungen gestorben. Die junge Frau ist das zweite Unfallopfer in Stuttgart, das ums Leben gekommen ist. Nachdem unterschiedliche Zeugenaussagen vorliegen, sucht die Polizei nach weiteren möglichen Beobachtern des Unfallhergangs.

Eigentlich hätten sich der schwere Dodge-Pickup und die 17-jährige am Mittwoch an dieser Stelle vor der Russischen Kirche nicht in die Quere kommen können. Ein Bus der Linie 40 in Richtung Hauptbahnhof stand gegen 12.40 Uhr an der Haltestelle Hegel-/Seidenstraße und versperrte so dem nachfolgenden Fahrzeugverkehr den Weg in Richtung Innenstadt. Denn um den Bus passieren zu können, muss man über eine Sperrfläche und Stadtbahngleise fahren. Doch ein 47 Jahre alter Autofahrer aus dem Kreis Ludwigsburg überholte den Linienbus auf der Sperrfläche – als plötzlich von rechts die 17-Jährige auftauchte. Der schwere Wagen erfasste die Jugendliche. Am Montag starb die junge Frau einer Klinik. Gegen den Autofahrer wird nun ermittelt. Nicht eindeutig geklärt ist die Frage, welchen genauen Weg die 17-Jährige genommen hat. Die Ermittler hoffen auf weitere Angaben unter der Rufnummer 07 11/89 90-41 00.

Das zweite Verkehrsopfer in diesem Jahr

Die Jugendliche ist die zweite Verkehrstote in diesem Jahr in der Stadt. Im April war eine 72-Jährige im Herdweg in einem Linienbus gestürzt, dessen Fahrer stark bremsen musste. Sie erlitt Kopfverletzungen, an denen sie später starb.

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