2,6 Millionen Tonnen CO2 könnten durch ein Tempolimit von 120 Stundenkilometern eingespart werden, sagt das Umweltbundesamt. Foto: dpa/Oliver Berg

Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes würde ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen den Ausstoß von CO2-Emissionen deutlich reduzieren. Selbst eine Reduzierung auf Tempo 130 würde demnach helfen.

Dessau-Roßlau - Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen könnte die CO2-Emissionen nach Berechnungen des Umweltbundesamtes deutlich mindern. Die Treibhausgasemissionen könnten jährlich um 1,9 bis 5,4 Millionen Tonnen verringert werden, teilte das Umweltbundesamt (UBA) am Freitag in Dessau-Roßlau mit.

Auch Tempo 130 würde Ausstoß verringern

UBA-Präsident Dirk Messner erklärte: „Bei Tempo 120 km/h liegen die Einsparungen bei 2,6 Millionen Tonnen jährlich.“ Das seien rund 6,6 Prozent der Emissionen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen auf Autobahnen. Selbst ein Tempolimit von 130 Stundenkilometern reduziere die Emissionen bereits um 1,9 Millionen Tonnen.

Für ein Tempolimit von 100 Stundenkilometern ergäben sich sogar jährliche Treibhausgasminderungen in Höhe von 5,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenten, hieß es weiter. 2018 verursachten Pkw und leichte Nutzfahrzeuge auf Autobahnen in Deutschland Treibhausgasemissionen in Höhe von rund 39,1 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenten, der gesamte Verkehrssektor 163 Millionen Tonnen.

Messner sagte, ein generelles Tempolimit auf Autobahnen sei ein sinnvoller Klimaschutzbeitrag. Gerade der Verkehrssektor habe seit 1990 wenig zum Klimaschutz beigetragen: „Hier muss jede Möglichkeit genutzt werden, erst recht, wenn diese nahezu kostenlos und sofort umsetzbar ist.“

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