Ein Kaninchen schlachten und dann essen? Rob Green von BigFm tut es doch nicht. Foto: AP

BigFM-Radiomoderator Rob Green sollte in einer Challenge ein Kaninchen schlachten, kochen und dann essen. Tierschützer waren entsetzt. Jetzt darf das Tier doch weiterleben.

Stuttgart - Ein Hörer aus Kaiserslautern hatte dem BigFM-Radiomoderator Rob Green die Aufgabe gestellt: „Rob! Kill it, Cook it, Eat it!“ Gemeint war damit ein Kaninchen, das Green töten, kochen und schließlich essen sollte. Die Idee des Hörers: wer Fleisch isst, muss auch wissen, wie es auf den Teller kommt.

Der Radiosender gab nun bekannt, dass das Kaninchen nicht geschlachtet wurde und sicher im Stuttgarter Tierheim untergebracht ist. Laut einer Pressemitteilung hatte Green auch nie vor, das Tier zu schlachten. Man wollte mit der Aktion eine „öffentliche Diskussion über Fleischkonsum provozieren. Denn, wer Fleisch isst, so wie ich, muss sich auch mit dem Tod des Tieres auseinandersetzen“, so der Moderator in der Mitteilung. „Darf ich das Fleisch essen aber gegen die Schlachtung des Kaninchens sein?“

Unter dem Titel „Adrenalin für Rob Green“ stellt sich der Moderator derzeit Aufgaben, die Hörer ihm vorschlagen: Beispielsweise lernte er Arabisch und ertrug Presswehen. Die Kaninchen-Kampagne war bisher die brisanteste Aufgabe und löste nach der Bekanntgabe einen Shitstorm in sozialen Netzwerken aus.

 

Lieber bigFM Rob Green, liebes Team von bigFM,mit Entsetzen stellten wir fest, dass Ihr ein Kaninchen zu...

Posted by PETA Deutschland on  Dienstag, 12. Januar 2016

Eine Petition gegen die Kampagne des Radiosenders wurde bundesweit von fast 80 000 Menschen unterschrieben.

Im Zuge der Aktion äußerte sich auch die Landestierschutzbeauftragte, Cornelie Jäger, kritisch in einer Pressemeldung: „Tiere sind für Medien-Gags viel zu wertvoll und verdienen mehr Respekt.“ Außerdem fügte Jäger hinzu: „Nach dem Tierschutzgesetz ist es strafbar, Tiere ohne vernünftigen Grund zu töten. Bei dieser Aktion steht klar der Event-Charakter und nicht die Lebensmittelgewinnung im Vordergrund.“

Der Sender und Rob Green zogen die Aktion trotz aller Kritik bis zum Schluss durch: „Ich hoffe, wir konnten mit dieser Challenge wenigstens ein kleines bisschen zu einem maßvolleren und bewussteren Umgang mit unseren Ressourcen, speziell Fleisch, beitragen. Denn dann haben sich die hitzigen Diskussionen über diese Challenge gelohnt“, so Green.

Auf Nachfrage beim Sender, ob Green denn nach der Aktion sein eigenes Fleischkonsumverhalten überdacht und veränderte hätte, antwortete ein Pressesprecher: „Nein. Er isst immer noch Fleisch.“

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