Die Baustelle ist mitten im Ort – und die Geschäfte und Händler haben mit den Einschränkungen zu kämpfen.Foto: Eva Schäfer Foto:  

Die Baustelle zur Neuen Mitte Schmiden belastet die ansässigen Geschäfte und verursacht kräftig Umsatzeinbußen. Doch ob eine Ruhepause zum Durchatmen wirklich etwas Erholung bringt – auf diese Frage reagieren manche Händler skeptisch.

Schmiden - Bagger, Lärm, Umwege – die Arbeiten zur Neuen Mitte Schmiden verlangen starke Nerven von Händlern und Passanten. Derzeit läuft die Straßenraumgestaltung in der Fellbacher Straße, sie ist für den Durchgangsverkehr erneut gesperrt. Mitte September hatten die Arbeiten begonnen, nach dem Tiefbau folgte erst auf der östlichen Seite das neue Pflaster. Seit Ende Januar ist die andere Seite dran. Soll mal eine Pause zum Durchatmen gemacht werden?

Wenn die Kunden nicht mehr hinfahren könnten, würden sie sich anders orientieren

Für Ines Grau, Inhaberin der Bäckereifiliale, die seit mehr als 20 Jahren in der Fellbacher Straße ansässig ist, ist das keine Option: „Lieber Augen zu und durch. Dann kann man sich neu aufstellen.“ Die Geschäftsfrau macht deutlich, dass die Arbeiten sehr belasten: „So eine Baustelle ist tödlich“, sagt sie. Als Bäckerei sei sie besonders auf Laufkundschaft angewiesen. Wenn die Kunden nicht mehr hinfahren könnten, würden sie sich anders orientieren. Um mehr als 50 Prozent sei der Umsatz in der Filiale zurückgegangen. Daher seien auch die Öffnungszeiten der Schmidener Zweigstelle seit einigen Monaten reduziert. Für sie ist klar: „Es ist die bessere Lösung, wenn es zügig zu Ende gebracht wird. Ein Gekleckere ist nicht sinnvoll.“ Die bisherigen kurzen Baupausen hätten sich nicht bemerkbar gemacht. Und angesichts der Pläne für ein weiteres Café im Neubau stellt sie die Frage: „Ist es richtig, so viele ähnliche Branchen zuzulassen?“

Für sie sei das Einkaufen beschwerlich

Bärbel Döneke, Inhaberin des gleichnamigen Geschäfts für Herrenmoden, das seit 1997 in Schmiden sitzt, hat zwiespältige Gefühle. „Man könnte eine kleine Pause brauchen, doch gleichzeitig soll es lieber vorangehen“. Auch sie spürt, dass „viel Umsatz“ verloren gehe. Viele Ältere, auch Stammkunden, müssten entfernt parken. Für sie sei das Einkaufen beschwerlich. Wie soll es weitergehen? Geplant ist, dass die Beläge in den Osterferien aufgetragen werden und spätestens im Mai – je nach Wetter – diese Baumaßnahme beendet ist, hofft Rathaussprecherin Sabine Laartz.

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