Migranten bereiten den Deutschen laut einer Studie viele Sorgen. Foto: Jesus Merida/SOPA Images via ZUM

Eine Langzeitstudie beschäftigt sich mit den Ängsten der Deutschen. Ganz vorne findet sich dabei das Thema Flüchtlinge. Aber auch Donald Trump beschäftigt die Bundesbürger.

Berlin - Dass der deutsche Staat durch Flüchtlinge überfordert sein könnte, ist die größte Angst der Bundesbürger (56 Prozent). Das ist das Ergebnis der diesjährigen Befragung über die Ängste der Deutschen, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) fürchten sich zudem vor „Spannungen durch den Zuzug von Ausländern“ und dass die Welt durch die Politik von US-Präsident Donald Trump gefährlicher wird. Für die Langzeitstudie „Die Ängste der Deutschen“ im Auftrag der R+V-Versicherung werden seit 1992 jährlich rund 2.400 Frauen und Männer im Alter ab 14 Jahren befragt.

Fast jeder zweite Deutsche hat zudem Angst vor einer allgemeinen Überforderung der Politiker und politischem Extremismus (jeweils 47). Neu dazu gekommen in die Top 10 der deutschen Ängste ist zudem die Befürchtung, dass Wohnen in Deutschland unbezahlbar wird (45 Prozent). Die Angst vor dem Klimawandel und Naturkatastrophen landete mit jeweils 41 Prozent auf den Plätzen zwölf und 13.

Ingesamt sind die Deutschen jedoch im Langzeitvergleich derzeit von weniger Ängsten geplagt als in den vergangenen 25 Jahren. Der Gesamtdurchschnitt aller Ängste liegt 2019 bei 39 Prozent und ist damit so gering wie zuletzt 1994.

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