Die Ludwigsburger Klinik wird erweitert. Der Rettungshubschrauber landet künftig deutlich höher als bisher. Foto: Regionale Kliniken-Holding

Der Rettungshubschrauber soll künftig auf dem Dach des 15 Stockwerke hohen Bettenhochhauses am Krankenhaus Ludwigsburg landen. Auch das Parkhaus soll erweitert werden.

Ludwigsburg - Die Anwohner des Ludwigsburger Klinikums werden es mit Freude vernehmen: Der Rettungshubschrauber wird künftig nicht wie ursprünglich geplant auf dem Verwaltungstrakt landen, sondern auf dem 15 Stockwerke hohen Bettenhochhaus landen. Dies hat der Regionaldirektor der Regionalen Kliniken Holding (RKH), Matthias Ziegler, im Bauausschuss des Gemeinderates mitgeteilt.

Gut 550-mal im Jahr setzt der Helikopter der DRF-Luftrettung pro Jahr auf, gelegentlich auch der des ADAC. Es ist nach der Schließung der Landeplätze in Marbach, Bietigheim und Vaihingen/Enz der einzige im Landkreis. Der alte Anflugplatz in der Erlachhofstraße entspricht nicht mehr den Anforderungen. Noch 2016 war als neuer Landeplatz jedoch das Dach von Kantine und Verwaltungsgebäude der Favorit. „Die Piloten haben signalisiert, es sei zu gefährlich, auf dem Hochhaus zu landen“, hatte Ziegler damals erklärt. In einer Informationsveranstaltung hatten die Anlieger Unmut geäußert.

Helikopter landen auf Plattform 10 Meter über dem Dach

Nun ist man von dem Verwaltungsgebäude abgekommen. „Es gibt Beleuchtungsprobleme, und die Lärmbelästigung für die Mitarbeiter und Patienten wäre zu hoch“, erklärte ein Planer im Bauausschuss. Zudem haben sich Vorschriften für Landeplätze geändert. Daher soll nun doch das Bettenhochhaus genutzt werden – zehn Meter über dem Dach soll eine Landeplattform entstehen. Über einen Aufzug könnten die Patienten dann in die Notaufnahme gelangen.

Doch das ist nur eine von drei großen Veränderungen. Eine zweite ist sowohl für Mitarbeiter als auch für Patienten wichtig: Das Parkhaus soll aufgestockt und dessen Einfahrt verlegt werden. Auch das ist für die Anwohner erfreulich. „Die Mitarbeiter parken die Gegend großflächig zu“, räumte Matthias Ziegler ein. Die Angestellten müssten drei Jahre auf eine Parkkarte für das Klinikumsgelände warten. Obwohl man viel getan habe, das Umsteigen auf den öffentlichen Nahverkehr zu fördern, stoße man an Grenzen: „Viele Mitarbeiter wollen nachts und zu Schichtdiensten mit dem Auto kommen.“

Zusätzliches Stockwerk bringt 200 Parkplätze

Daher soll das Parkhaus um 200 Plätze erweitert werden: „Es kommt einfach ein Stockwerk obendrauf.“ Künftig werden die Parkdecks über die Harten­eckstraße angefahren, die Ausfahrt soll dann künftig über die Erlachhofstraße abgewickelt werden.

Der dritte Umbau betrifft den Bau der Psychiatrie und Psychotherapie im Süden des Klinikareals an der Rosenstraße. Zwar gibt es dort 130 Betten, doch die reichen nicht mehr aus. „Wir benötigen für schwerst kranke Patienten mehr Platz“, erklärte Matthias Ziegler. Konkret soll das Gebäude für die psychiatrische Intensivmedizin erweitert werden: „Die Patienten sollen ordentlich untergebracht werden.“

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