Uli Hoeneß mischt sich am Sonntag in die „Doppelpass“-Diskussion ein. Foto: AFP/SVEN HOPPE

Da musste der Bayern-Boss wohl zum Hörer greifen: Als beim „Doppelpass“ auf Sport1 über den neuen Trainer beim Rekordmeister und die Rolle von Hasan Salihamidzic diskutiert wird, mischt sich Uli Hoeneß via Telefon ein.

München - Oliver Kahn wird bei der Trainersuche von Bayern München nach Aussagen des noch amtierenden Präsidenten Uli Hoeneß ein Wörtchen mitreden. „Möglicherweise oder sehr wahrscheinlich“ würden Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic, die mit der Suche beauftragt sind, „auch mit Oliver Kahn und Herbert Hainer“ sprechen, „und ich werde auch dabei sein“, berichtete Hoeneß am Sonntag bei einem spontanen Anruf in der Sendung „Doppelpass“ bei Sport1.

Kahn wird ab Januar einfaches Mitglied des Vorstandes beim FC Bayern und als Nachfolger von Rummenigge ab dem 1. Januar 2022 aufgebaut. Hoeneß zieht sich bei der Jahreshauptversammlung am Freitag aus dem Amt des Präsidenten zurück, ihm soll Herbert Hainer folgen. Der ehemalige Vorstandsvorsitzende von adidas ist bereits stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates bei den Bayern, Hoeneß will diesem Gremium nach dem Rücktritt als Präsident als einfaches Mitglied weiter angehören.

Hoeneß kritisiert unsachliche Kritik an Salihamidzic

Kahn wünscht sich einen Mann mit Programm als neuen Trainer. „Ich glaube, dass es wichtig ist, dass man wegkommt von irgendwelchen Namen, von großen Namen. Man muss sich Gedanken machen, für welchen Fußball Bayern München steht, welcher Trainer dazu passt“, sagte der ehemalige Kapitän des deutschen Rekordmeisters am Freitag in seiner „Kahnalyse“ in der „Goalplay Arena“ in Frankfurt.

Hoeneß bestätigte am Sonntag zudem, dass der Aufsichtsrat am Montag über eine geplante Beförderung von Salihamidzic zum Sportvorstand abstimmen wird. Bei seinem Anruf im „Doppelpass“ verbat sich Hoeneß die angeblich unsachliche Kritik und „despektierliche“ Äußerungen am umstrittenen Sportdirektor: „Hasan hat einen guten Job dieses Jahr gemacht. Dass er nicht ständig genannt wird, zwischen Karl-Heinz und mir, ist klar. Aber es ist unverschämt, wie mit ihm umgegangen wird.“ So seien etwa die aus Hoeneß’ Sicht gelungenen Transfers der Weltmeister Lucas Hernandez und Benjamin Pavard sowie von Talent Alphonso Davies „auf seinem Mist gewachsen“.

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