Ein Bodybuilder ist nach einem Polizeieinsatz gestorben. (Symbolbild) Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Ein Zwickauer randaliert in einer Bank. Polizisten schreiten ein und drücken den muskulösen Mann zu Boden. Plötzlich ist der Bodybuilder tot. Nun ging es vor Gericht – mit überraschendem Ausgang.

Zwickau - Das Landgericht Zwickau hat ein Verfahren gegen drei Polizisten wegen fahrlässiger Tötung eines 27-Jährigen überraschend eingestellt. Die 49 und 54 Jahre alten Beamten müssen im Gegenzug jeweils 4000 Euro Geldstrafe an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Die Diensthandlung der Polizisten sei grundlegend rechtmäßig gewesen, hieß es am Dienstag. Der Zwickauer hatte im Juli 2015 in einer Bank randaliert.

Weil die Polizisten den sehr muskulösen Bodybuilder nicht beruhigen konnten, drückten sie ihn auf den Boden und fesselten ihn an Händen und Füßen. Das Vorgehen ist auf einem Überwachungsvideo zu sehen. In der Folge erstickte der Mann. 

Laut rechtsmedizinischer Gutachten hatte der Tote ein vergrößertes Herz wegen des Missbrauchs von Anabolika und wegen einer Vergiftung durch Metamphetamin, das als Droge vor allem unter dem Namen Crystal Meth bekannt ist. Bereits zum Prozessauftakt am Montag hatte sich angedeutet, dass der Nachweis einer unmittelbaren Schuld aufgrund dieser Umstände schwierig werden könnte.

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