Seit Mittwoch läuft die türkische Militäroffensive in Nordsyrien. Foto: dpa/Baderkhan Ahmad

Bevor die Türkei ihre Militäroffensive in Nordsyrien startete, hat die Regierung Deutschland und andere Staaten über ihre Vorhaben informiert, heißt es aus Ankara.

Istanbul - Die türkische Regierung will die Bundesregierung und andere Staaten schon Stunden vor Beginn der Offensive gegen kurdische Milizen in Nordsyrien informiert haben. Deutschland, die USA, Russland, England, Frankreich und Italien sowie die Nato und das Generalsekretariat der Vereinten Nationen seien um 14.00 Uhr (Ortszeit) vorab in Kenntnis gesetzt worden, hieß es in einem Tweet des Verteidigungsministeriums vom Mittwochnachmittag.

Um 16 Uhr begann die Offensive nach Angaben des Ministeriums. Kurze Zeit später berichteten türkische Medien über erste Luftangriffe auf syrische Grenzorte.

Maas kritisiert türkische Offensive „auf das Schärfste“

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat die türkische Offensive im Nordosten Syriens „auf das Schärfste“ verurteilt. Die Türkei nehme damit in Kauf, die Region weiter zu destabilisieren und riskiere ein Wiedererstarken der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), erklärte er am Mittwoch in Berlin. Es drohten nun eine weitere humanitäre Katastrophe und neue Fluchtbewegungen. „Wir rufen die Türkei dazu auf, ihre Offensive zu beenden und ihre Sicherheitsinteressen auf friedlichem Weg zu verfolgen.“

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