Boris Palmer fordert von den Tübingern Disziplin in der Corona-Krise. Foto: dpa/Christoph Soeder

In einem offenen Brief fordern Boris Palmer und die Pandemiebeauftragte Lisa Federle: „Mithelfen, damit Tübingen offen bleibt“. Zugleich warben sie um Verständnis, dass das Corona-Modellprojekt vorerst nur unter verschärften Bedingungen weiter gehen kann.

Tübingen - Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) und die Pandemiebeauftragte Lisa Federle haben an die Einwohner der Stadt appelliert, die Corona-Regeln einzuhalten. In einem offenen Brief fordern sie: „Mithelfen, damit Tübingen offen bleibt“. Zugleich warben Palmer und Federle um Verständnis, dass das Corona-Modellprojekt „Öffnen mit Sicherheit“ vorerst nur unter verschärften Bedingungen weiter gehen kann.

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Der Tübinger Modellversuch wurde zuletzt bis zum 18. April verlängert

Die Zahl der Kontakte in der Stadt werde zurückgehen, weil Auswärtige kein Tagesticket mehr erhalten könnten und die Außengastronomie nicht mehr zum Verweilen in der Stadt einlade. „Die täglich durchgeführten Tests werden nochmals deutlich mehr, weil neue Testpflichten in Einzelhandel, Betrieben, Schulen und Kitas hinzukommen.“ Palmer und Federle sehen das Vorgehen als eine Alternative für den Weg, der sonst beschritten werden soll.

„Der Brücken-Lockdown, von dem jetzt die Rede ist, würde auch bedeuten, dass Einzelhandel und Kultur wieder schließen müssen und in Schulen und Kitas nur noch Notbetreuung angeboten wird. Wir wollen versuchen, das durch Testungen zu vermeiden“, heißt es in dem offenen Brief weiter. Auf die Fortsetzung des Modellprojekts hatten sich am Dienstag das Gesundheitsministerium, das Landesgesundheitsamt sowie die Stadt Tübingen und das örtliche Gesundheitsamt geeinigt. Der Tübinger Modellversuch wurde zuletzt bis zum 18. April verlängert.

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