Achim Kötzle (l-r), Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen, die Geschäftsführerin der Gemeindewerke Ammerbuch, Andrea Herrmann, und Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen) wollen mit dem Rennen für die Pedelec-Nutzung auf der vielbefahrenden Pendlerstrecke werben. Foto: dpa

Pedelec gegen Auto – der Tübinger Oberbürgermeister hat das Wettrennen auf seinem Elektro-Fahrrad gewonnen. Mit der Aktion will Boris Palmer insbesondere bei Pendlern für E-Bikes werben.

Tübingen - Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) hat mit seinem Elektro-Fahrrad ein Wettrennen gegen ein Auto gewonnen. Er fuhr am Dienstag mit einem Pedelec nach eigener Messung in 22 Minuten vom Tübinger Bahnhof zwölf Kilometer weit in die Gemeinde Ammerbuch. Das Auto kam erst nach gut 25 Minuten an, wie ein Sprecher der Tübinger Stadtwerke bestätigte. „Es ging aus wie erwartet“, sagte Palmer. Mit der Aktion wollen die Stadtwerke Tübingen und die Gemeindewerke Ammerbuch im Tübinger Stau-Sommer für den Umstieg aufs Pedelec werben.

Ein Pedelec als Dienstwagen

Der Hintergrund: In zwei Wochen wird die Strecke zwischen Tübingen und dem Teilort Unterjesingen gesperrt - eine wichtige Ausfallstraße. Bei der Einrichtung der Umleitungsstrecke gab es Ende Juli bereits erhebliche Behinderungen.

„Meiner Überzeugung nach ist das Pedelec das beste Verkehrsmittel für Pendler“, wirbt Palmer für die Alternative - das Pendeln auf dem Radweg. Auf seinem Modell klebt der Schriftzug „Dienstwagen“. Er habe damit in der Stadt bereits die Erfahrung gemacht, schneller ans Ziel zu kommen als mit dem Auto. Selbst nach der Zwölf-Kilometer-Tour im Hemd sei er nicht sonderlich verschwitzt. Während des Stau-Sommers dürfen 35 Pendler ein Pedelec der Stadtwerke Tübingen testen. 200 Interessenten hatten sich dafür beworben.

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