VfB-Innenverteidiger Nat Phillips zog sich im Spiel gegen Wiesbaden eine Verletzung zu. Foto: Baumann

Auch in der Länderspielpause ist der Trainingsplatz beim VfB Stuttgart gut gefüllt. 20 Profis versammelte der Trainer Tim Walter am Mittwoch um sich. Der Engländer Nat Phillips musste allerdings aussetzen.

Stuttgart - Die Temperaturanzeige auf dem Cannstatter Wasen vermeldete 11 Grad bei leichtem Wind und lokalen Schauern – doch unweit des zweitgrößten Volksfestes der Welt zeigte sich ein blonder Argentinier dennoch im Sommerlook. So war es Santiago Ascacibar, der mit kurzem Muskelshirt und kurzen Hosen am Mittwochnachmittag die Trainingseinheit beim VfB Stuttgart absolvierte. Während der Landsmann und Teamkollege Nicolas Gonzalez mit dem Nationalteam Argentiniens am Abend in Dortmund gegen die deutsche Elf antrat, war für Ascacibar also Profi-Alltag angesagt.

Dabei befand sich der defensive Mittelfeldspieler des VfB in guter Gesellschaft, denn allzu viele A-Nationalspieler sind es nicht mehr, die der Stuttgarter Zweitligist zu den Länderteams abstellen muss. Neben Gonzalez ist aktuell noch der Japaner Wataru Endo mit der Nationalmannschaft unterwegs, dazu gesellen sich die U-21-Auswahlspieler Orel Mangala für Belgien sowie Maxime Awoudja für die deutsche Elf, die am Donnerstag zu einem Testspiel in Spanien antritt.

Auch Sosa und Didavi fehlen

Der Stuttgarter Trainer Tim Walter konnte somit ohne die beiden Langzeitverletzten Marcin Kaminski und Sasa Kalajdzic (beide Kreuzbandriss) sowie ohne Borna Sosa (Gehirnerschütterung) und Daniel Didavi (Bündelriss in der Wade) immer noch auf 20 Spieler zurückgreifen. Lediglich der Engländer Nat Phillips schaffte es von den in Stuttgart Gebliebenen nicht auf den Trainingsplatz. Der Innenverteidiger laboriert seit der 1:2-Heimniederlage gegen Wehen-Wiesbaden an einer Knöchelverletzung – und musste im Kraftraum individuell arbeiten.

Auf dem Platz war Tim Walter bei leichtem Nieselregen wie gewohnt mit viel Leidenschaft bei der Sache. Auf einem kleinen Spielfeld mit großen Toren standen zunächst Kopfball- und dann ausgiebiges Zweikampftraining auf dem Programm. Dabei ging es nicht immer nur bierernst zu – schließlich ist die Länderspielpause lang. Erst am Sonntag, 20. Oktober (13.30 Uhr) gilt es für den Zweitliga-Zweiten wieder: Dann empfängt der VfB mit Holstein Kiel den Ex-Club seines Cheftrainers Walter.

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