Artgenossen des Pinguins im Luisenpark in Mannheim. Foto: dpa

Wer hat den Pinguin aus dem Luisenpark in Mannheim gestohlen und das Tier getötet? Nach der Obduktion des kopflosen Vogels hat die Polizei nun einen Verdacht.

Mannheim - Überraschende Wende im Fall des toten Pinguins: Den Pinguin aus Mannheim hat anders als angenommen wohl ein Raubtier getötet. Das teilte die Polizei am Freitag mit Verweis auf das Obduktionsergebnis mit.

Es könne aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass ein Mensch das Tier umgebracht habe. Der Vogel war am 11. Februar aus dem Luisenpark verschwunden. Die Behörden hatten zunächst ausgeschlossen, dass er im Gehege von einem Wildtier gerissen oder selbst entlaufen sein könnte.

Der Humboldt-Pinguin könnte von einem Fuchs oder einem Hund getötet worden sein, wie Gerhard Marx, der stellvertretende Leiter des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts (CVUA) in Karlsruhe mitteilte. Das wurde aber nicht genauer geklärt. Die Behörde untersuchte den Körper. Dies dauerte seine Zeit, weil auch Gewebeproben analysiert worden sind. Außerdem wurde der gesundheitliche Zustand des Tieres begutachtet.

Wie kam Pinguin „53“ aus dem Gehege?

„Es lässt sich nach wie vor weder ein Diebstahl des Pinguins ausschließen, noch dass er bereits im Gehege einem Wildtier zum Opfer gefallen war“, teilte die Polizei weiter mit. Unklar sei weiterhin, auf welche Weise Pinguin „53“ aus dem Parkgehege verschwunden sei. Verwertbare Spuren habe es nicht gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Mehrere Hinweise von Zeugen brachten auch keinen Erfolg.

Die Polizei ermittelte gegen unbekannt wegen des Verdachts des Diebstahls, der Sachbeschädigung sowie Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die Staatsanwaltschaft Mannheim wird das Verfahren nun wohl einstellen. Die Tierschutzorganisation Peta hatte eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise auf den Täter ausgesetzt.

Humboldt-Pinguine gehören zu den gefährdeten Arten. Sie leben an den Pazifikküsten etwa in Peru und Nordchile und gehören zur Familie der Brillenpinguine. Charakteristisch für sie ist neben der auffälligen „Gesichtsmaske“ ein schwarzes Federband unterhalb der Kehle.

Der Körper des toten Tieres wurde am 16. Februar am Rande eines Parkplatzes gefunden - ohne Kopf.

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