Der Mord an der 84-Jährigen hatte im vergangenen September in Neuhausen Trauer und Entsetzen ausgelöst. Foto: SDMG

Ein 30-Jähriger muss sich von 11. Juni an wegen Mordes vor dem Landgericht Stuttgart verantworten. Ihm wird vorgeworfen, am 3. September vergangenen Jahres in Neuhausen eine 84-Jährige heimtückisch und aus Habgier ermordet und ausgeraubt zu haben.

Neuhausen - Ein 30-Jähriger, der im dringenden Verdacht steht, im vergangenen Herbst eine 84 Jahre alte Frau in ihrer Wohnung in Neuhausen ermordet und ausgeraubt zu haben, muss sich vom 11. Juni an vor dem Landgericht Stuttgart verantworten. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wirft dem Mann Mord vor. Laut einem Sprecher erkennt sie in der Tat zudem Merkmale der „besonderen Schwere der Schuld“. Für den Prozess hat die 1. Strafkammer des Stuttgarter Landgerichts unter der Vorsitzenden Richterin Ute Baisch 18 Verhandlungstage angesetzt und rund 50 Zeugen geladen. Der Prozess ist bis Ende September terminiert.

Der mutmaßliche Täter und das Opfer kannten sich seit längerem

Die am Abend des 3. September vergangenen Jahres begangene Tat hatte großes Entsetzen über Neuhausen hinaus ausgelöst. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es der 30-jährige, seit längerem mit der Seniorin bekannte Mann war, der sein Opfer „heimtückisch und aus Habgier“ brutal ermordet hat, um an dessen Geld zu kommen. Der Angeklagte hatte nach der Tat versucht, mit der geraubten Scheckkarte der Frau an einem Bankautomaten Geld abzuheben.

Das gebe der in Untersuchungshaft sitzende 30-Jährige ebenso zu wie die Tatsache, dass er Geldsorgen gehabt habe, was ein wahrscheinliches Tatmotiv sein könnte. Er streite aber nach wie vor ab, die Frau getötet zu haben. Allerdings hält die Staatsanwaltschaft die von den Beamten einer Sonderkommission zusammengetragenen Beweise für erdrückend.

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