Til Schweiger während einer TV-Aufzeichnung Foto: imago images/Future Image

Der deutsche Schauspieler und Regisseur Til Schweiger hat sich offenbar von dem Gedanken verabschiedet, von Kritikern gefeiert werden zu wollen.

Regisseur, Produzent und Schauspieler Til Schweiger (56) ist verantwortlich für erfolgreiche deutsche Kinohits wie "Keinohrhasen" und "Honig im Kopf". Gleichzeitig kann er wohl nicht gerade als Liebling des Feuilletons bezeichnet werden. Schweiger habe sich laut einem Interview in der Wochenzeitung "Die Zeit" von dem Gedanken verabschiedet, den Kritikern gefallen zu wollen: "Wenn du das machst, musst du dich aufknüpfen, da habe ich keine Lust drauf."

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"Entspannt euch"

Mit engen Freunden spreche er oftmals darüber, wenn er in den Medien negativ dargestellt werde. "Ich habe ständig damit zu tun, meine ältesten Freunde von früher zu trösten. Die meinen: 'Til, das ist unfair, wie du dargestellt wirst'", berichtet Schweiger, der darauf offenbar nichts gibt. Er sage dann: "Leute, es ist halt so, und solange mich das nicht kaputtmacht, müsst ihr euch damit nicht befassen. Entspannt euch".

Aus Spaß habe der Regisseur und Schauspieler einmal vorgeschlagen: "Lasst uns ein Thema nehmen, das den Kritikern gut gefällt, dann drehen wir den Film in Schwarz-Weiß mit möglichst wenig Schnitten und ganz langen Einstellungen und versuchen, jeglichen Erzählrhythmus zu vermeiden." Dabei gebe es aber ein bestimmtes Problem, denn wenn man einen derartigen Film drehe und "Regie: Til Schweiger" darauf schreibe, "würde er trotzdem nichts gewinnen."

"Ich habe seine Lieder nicht gehört"

Schweiger geht zudem darauf ein, warum er Xavier Naidoo (48) im März in den Sozialen Medien unterstützt hatte. Der Sänger war nach Rassismusvorwürfen aus der "Deutschland sucht den Superstar"-Jury ausgeschlossen worden. Schweiger habe blind für Naidoo Partei ergriffen. "Ich habe seine Lieder nicht gehört", sagt der Schauspieler. Diesen Vorwurf müsse er sich selbst machen.

Schweiger seien von seinem Vater Internetlinks zu Naidoos Videos geschickt worden und dieser habe gemeint: "Til, pass mal auf, was du hier sagst." Der Schauspieler habe "automatisch das Gefühl, mich hinter den stellen zu müssen", wenn alle auf einen draufhauen. "Das klingt jetzt komisch, aber ich mag den Kerl so gern, dass ich mir diese Lieder gar nicht anhören will."

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