Auch ein kleiner Hund konnte bei einem Wohnhausbrand in Sindelfingen gerettet werden. Foto: SDMG

Die Rettung von Menschen hat für Einsatzkräfte im Notfall immer Vorrang – doch auch jedes Tierleben nehmen Polizei und Feuerwehr ernst. Bei einem Brand in Sindelfingen retteten die Helfer ein Hündchen.

Stuttgart - Ein Waschbär verfängt sich im Blitzableiter, ein Schwan friert auf einem See ein und ein Kätzchen muss nach einer waghalsigen Klettertour von einem hohen Baum geholt werden – immer wieder müssen Polizei und Feuerwehren in der Region Stuttgart auch Tiere aus Notsituationen befreien.

Hund aus den Flammen gerettet

Erst in der Nacht zum Montag retteten Einsatzkräfte der Feuerwehr in Sindelfingen (Kreis Böblingen) neben sechs Menschen auch einen kleinen Hund aus den Flammen bei einem Wohnhausbrand. Zwei Familien waren von dem Brand betroffen, die sechs Menschen wurden mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Der Hund blieb unversehrt. Die Retter brachten das Tier zunächst aufs Revier, um den Vierbeiner dort zu versorgen. Anschließend holte ein Bekannter der betroffenen Familie den Hund ab.

Kuriose Einsätze für die Retter

„Es kommt immer wieder vor, dass wir auch Tiere retten müssen“, sagt ein Sprecher der Polizei Stuttgart. „An Kuriositäten gibt es kaum Grenzen.“ So ginge es bei den Einsätzen etwa um Fledermäuse in der Wohnung, Schlangen in freier Wildbahn oder um Tiere, die wild im Verkehr umherirrten.

Die Rettung von Menschen habe im Notfall zwar immer Vorrang. „Aber auch die Rettung von Tieren nehmen wir sehr ernst“, sagte der Sprecher weiter. Je nach Notwendigkeit verständigen die Beamten im konkreten Fall die Feuerwehr, die Tierrettung oder greifen auf Experten der Wilhelma zurück.

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