Das Kaninchen hat nichts ausgefressen, aber trotzdem eine Nacht im Polizeigewahrsam verbracht. Foto: red

Autofahrerinnen haben ein Widderkaninchen am Kräherwald vor dem Verkehr gerettet. Die Polizei brachte die Kaninchendame ins Tierheim. Nun hat die Geschichte ein Happy End genommen.

Stuttgart - Ein Widderkaninchen, das vergangene Woche im Stuttgarter Westen ausgebüxt war, ist wieder zuhause bei seiner Familie. Das Tierheim in Botnang teilte auf Anfrage mit, dass es von seinen Haltern abgeholt worden sei.

Es hätte übel ausgehen können für die Kaninchendame, die am stockfinsteren Donnerstagabend über die Straße Am Kräherwald im Stuttgarter Westen gehoppelt war: Sie kauerte auf dem Mittelstreifen, rechts und links brausten die Autos vorbei. Doch zwei Autofahrerinnen und ein Autofahrer hielten an und fingen das Kaninchen ein. Wegen der Unfallgefahr hatten sie vor dem Einfangen die Polizei verständigt.

Die Polizei passt über Nacht auf das Kaninchen

Die Freunde und Helfer vom Polizeirevier an der Gutenbergstraße wussten auch eine Lösung für die Frage: „Wohin jetzt mit dem Tierchen?“ Denn es ging auf Mitternacht zu, das Tierheim hatte längst geschlossen und auch der städtische Tiernotdienst war nicht mehr zu erreichen. Eine der Autofahrerinnen brachte das Tier aufs Revier, wo es über Nacht bleiben konnte. Eine Beamtin bereitete ihm ein kuscheliges Bett mit einer Decke in einer Kiste.

Am nächsten Morgen startet ein besonderer Tiertransport vom Polizeirevier an der Gutenbergstraße über den Sattel nach Botnang. Im Streifenwagen brachten die Kaninchenhüter das Tier ins Tierheim. Noch am Wochenende fand sich das Widderkaninchen, das nach einer Polizistin „Mareike“ getauft wurde, im heimischen Stall am Kräherwald wieder.

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