Im Westen Stuttgarts fielen durch das Sturmtief „Eberhard“ große bis kleine Dachteile auf die Straße und auf Autos. Foto: 7aktuell.de/Andreas Werner

Am Sonntag empfahl der Deutsche Wetterdienst aufgrund „orkanartiger Böen“ nicht ins Freie zu gehen. In der Stuttgarter Innenstadt spürte man zeitweise jedoch nicht viel vom Sturmtief. Wir erklären, wie es zu diesem Phänomen kam.

Stuttgart - Sturmtief „Eberhard“ wütete am Sonntag rund um Stuttgart. Es ließ Bäume sowie Verkehrszeichen umstürzen und sorgte für einige Schäden. Und doch merkte man in der Stuttgarter Innenstadt zeitweise fast nichts von den Windböen, die außerhalb tobten. Warum war das so? Pressesprecher Michael Gutwein vom Deutschen Wetterdienst erläutert, dass es an der „Kessellage“ der Stadt lag und an dem Sturm, der aus Westen kam.

Die Windgeschwindigkeit des Sturms verringerte sich, je niedriger die geografische Lage des Ortes war, worüber die orkanartigen Böen zogen. Maß der Deutsche Wetterdienst am Feldberg bis zu 163 Kilometer pro Stunde und auf der Schwäbischen Alb 110 Kilometer pro Stunde, waren es am Flughafen „nur“ noch 99 Kilometer pro Stunde. „Jeder Meter machte den Sturm weniger intensiv“, sagt Gutwein. Die „Kessellage“ schirmte zudem vor einigen Böen ab, weshalb man diese im Zentrum als nicht sehr stark empfunden habe.

Es bleibt weiterhin windig

Auch wenn es die nächsten Tage wieder etwas ruhiger wird, kommt ab Mittwoch wieder mehr Wind auf. Laut des Pressesprechers wird sich das nach dem aktuellen Stand bis Freitag nicht ändern. So stürmisch wie am Wochenende wird es demnach aber nicht mehr. Viel Sonnenschein sei die nächsten Tage aber ebenso wenig zu erwarten. „Wir sind vom Februar verwöhnt und hatten bereits vergangenen Monat unser Märzwetter“, sagt Gutwein. Die Temperaturen für diese Woche liegen laut des Deutschen Wetterdienstes im einstelligen Bereich, erst ab Samstag könne es dann wieder bis zu 14 Grad Celsius geben.

Gutwein betont, dass es gut sei, dass es noch nicht so warm ist. Dadurch sei die Gefahr durch Spätfrost nicht allzu groß. Bis Ende Mai könnte es noch zu Bodenfrost kommen. Das ist insbesondere für die fortschreitende Vegetation, wie bereits blühende Kirschknospen, ein Problem. Das kühlere Wetter verringert das Wachstum der Pflanzen. Obwohl der Vegetationsstand der Jahreszeit durchaus entsprechend sei, so der Experte.

Lesen Sie hier, welche Schäden das Sturmtief „Eberhard“ am Sonntag in Stuttgart und der Region anrichtete.

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