Mehr Bilder von Thomas Müller gibt's hier... Foto: dpa

Bayern-Stürmer Thomas Müller wandelt auf den Spuren seines berühmten Namensvetters.

Durban - Andere hätten schön den Mund gehalten, den besonderen Reiz des Augenblicks genossen und sich brav hinten angestellt. Andere - aber nicht dieser Thomas Müller. Der Stürmer des FC Bayern ist anders als viele andere. Er ist forsch, frech, vorlaut. Und das Beste: Er kann sich das alles erlauben. Denn er trifft zuverlässig - 36 Jahre nach dem Rücktritt seines großen Münchner Namensvetters Gerd Müller.

Im ersten WM-Spiel der deutschen Elf, das auch seine WM-Premiere war, markierte dieser Thomas Müller also das 3:0. Es war ein Schuss aus der Drehung, der Ball sprang vom Innenpfosten ins Tor - und nicht wenige fühlten sich in diesem Moment an das legendäre Siegtor von Gerd Müller zum 2:1 gegen die Niederlande im WM-Finale 1974 erinnert. Viele - nur nicht Thomas Müller. "Das ist mir in dieser Szene gar nicht bewusst gewesen. Ich wollte nur den Umsatz der Müller-Trikots ankurbeln", sagte er und lachte.

Auch Joachim Löw muss schmunzeln, wenn er auf Thomas Müller angesprochen wird. Manchmal kann er es gar nicht fassen, wie selbstbewusst dieser Neuling seine Chance sucht und inzwischen am Schopf packt. "Ich wundere mich immer wieder, mit welcher Frechheit und Lockerheit er spielt", sagte der Bundestrainer. Löw mag so viel Draufgängertum. Deshalb belohnte er Müller auf Kosten von Piotr Trochowski auch mit einem Platz in seiner Startelf.

20 Jahre ist Müller jung, aber vor dem gegnerischen Tor tritt er auf wie ein Alter. 19 Treffer in 52 Pflichtspielen, und das in seiner ersten Profisaison.

Das ist ganz im Sinne von Gerd Müller. Der ehemalige "Bomber der Nation" hat einen möglichen Nachfolger gefunden - Bömbchen Thomas Müller wird flügge.

Wie sich Klose den Erfolg seines Kollegen erklärt, lesen Sie in unserer Printausgabe vom 15. Juni.

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