Die Verhandlungsführer: Thomas Böhle, Präsident des kommunalen Arbeitgeberverbands (VKA), Horst Seehofer (CSU), Bundesinnenminister, und Frank Bsirske, Verdi-Vorsitzender (v.l.). Foto: dpa

Der baden-württembergische Städtetag hält den Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst für akzeptabel – sieht allerdings Probleme für manche Kommune.

Stuttgart - Der baden-württembergische Städtetag hat den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst als akzeptabel bezeichnet, sieht allerdings Probleme für die ein oder andere Kommune. „Der Tarifabschluss wird die Städte und Gemeinden herausfordern. Er ist teuer, hat dafür aber eine längere Perspektive“, sagte Gudrun Heute-Blum, geschäftsführendes Vorstandsmitglied am Mittwoch in Stuttgart.

Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) sprach von einem klugen Kompromiss. Der gesamte Abschluss koste rund eine Milliarde Euro, sagte KAV-Vorsitzender Werner Wölfle. Bei den Kommunen sind etwa 300 000 Beschäftigte von der Tarifeinigung betroffen. Arbeitgeber und Gewerkschaften hatten sich auf eine Lohnerhöhung von 7,5 Prozent bei 30 Monaten Laufzeit für die 2,3 Millionen bundesweit Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen geeinigt. Die Erhöhung soll in drei Stufen erfolgen. Wölfle sagte, die nun gefundene Lösung mache den öffentlichen Dienst für Einsteiger attraktiver.

Verdi-Landeschef Martin Gross sagte: „Wir haben für einen Tarifabschluss gekämpft, der ins Jahr 2018 passt.“ Mit dem besten Ergebnis seit vielen Jahren habe man dieses Ziel erreicht.

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