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310.685 Menschen waren im Januar in Baden-Württemberg ohne Arbeit. Das sind 9,7 Prozent mehr als im Dezember 2009.

Stuttgart - Die Zahl der Arbeitslosen im Südwesten ist im Januar deutlich gestiegen. 310.685 Menschen waren ohne Arbeit, wie die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Das sind 27.593 Erwerbslose oder 9,7 Prozent mehr als im Dezember 2009.

Die Arbeitslosenquote stieg auf 5,6 Prozent. Im Dezember hatte sie bei 5,1 Prozent gelegen, vor einem Jahr bei 4,7 Prozent. Im Vergleich zu Januar 2009 waren knapp 47.700 mehr Menschen ohne Job.

"Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist sowohl auf saisonale als auch auf konjunkturelle Einflüsse zurückzuführen", sagte die Leiterin der Regionaldirektion, Eva Strobel. Der Zuwachs falle zwar etwas schwächer aus als vor einem Jahr, allerdings liege er deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. "Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise werden in den kommenden Monaten zu steigenden Arbeitslosenzahlen führen", betonte Strobel.

Bislang habe der Arbeitsmarkt im Südwesten dem hohen Druck standgehalten. Ein Grund dafür sei die Kurzarbeit gewesen. Laut Regionaldirektion haben im Jahr 2009 etwa 27.000 Betriebe im Südwesten für rund 665.000 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt.

Der Anstieg im Januar betrifft alle Personenkreise. So stieg etwa die Jugendarbeitslosigkeit auf gut 29.500 Menschen unter 25 Jahren an. Das sind mehr als 3300 Arbeitslose oder fast 13 Prozent mehr als im Dezember. Strobel rechnet zudem damit, dass im Laufe dieses Jahres die Zahl der "Hartz IV"-Empfänger steigt. Außerdem werde es schwieriger, aus der Langzeitarbeitslosigkeit heraus eine Arbeit zu finden.

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