Der südsudanesische Präsident Salva Kiir im Jahr 2014 Foto: dpa

Beim Absturz eines Flugzeugs im Südsudan sind mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine sei kurz nach dem Start am Flughafen der Hauptstadt Juba in der Nähe des Weißen Nils abgestürzt.

Juba - Beim Absturz eines Frachtflugzeugs im Südsudan sind am Mittwoch mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern befinden sich auch Kinder, wie ein Zeuge sagte. Ein Regierungsmitarbeiter teilte mit, die Maschine sei kurz nach dem Start rund 1,6 Kilometer vom internationalen Flugplatz der Hauptstadt Juba niedergegangen. Ein AP-Reporter berichtete, Wrackteile lägen am Ostufer des Nils und in einer Gegend mit Büschen und einigen Häusern verstreut.

Es war nicht bekannt, ob bei dem Unglück auch Bewohner dieser Häuser getötet wurden. Laut Angaben aus dem Präsidentenbüro handelte es sich bei dem Unglücksflugzeug um eine russische Antonow-Maschine. Der Flug sollte zu den Paloch-Ölfeldern im Staat Upper Nile gehen. Rebellen und Regierungskräfte kämpfen um die Kontrolle in dem Staat. Trotz eines im August unterzeichneten Friedensabkommens gingen die Kämpfe weiter. Juba, einst Ausgangspunkt der Auseinandersetzungen, ist derzeit friedlich.

Seit Beginn des Machtkampfs zwischen Präsident Salva Kiir und seinem früheren Stellvertreter Riek Machar 2013 starben bei Kämpfen im Südsudan Zehntausende Menschen, mehr als zwei Millionen wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Kiir wird vor allem von der Volksgruppe der Dinka unterstützt, Machar von den Nuer. Im Bundesstaat Unity bekämpfen sich jedoch meist rivalisierende Nuer-Clans. Südsudan wurde 2011 unabhängig.

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