Ihre Frauenärztin hat es nicht für möglich gehalten: Nach einer Chemotherapie ist das Model Laura Bräutigam schwanger. Foto: Thomas Niedermüller

Vor einem Jahr kam die niederschmetternde Diagnose: Lymphdrüsenkrebs! Nach ihrer Chemotherapie ist das Model Laura Bräutigam nun im Glück: Im Mai erwartet die 20-Jährige mit Freund René ihr „Wunderkind“, wie sie sagt.

Stuttgart - Vom tiefsten Punkt des Lebens kann man zu höchsten Höhen aufsteigen. Das Model Laura Bräutigam ist ein wunderschöner Beweis dafür. Die Frauenärztin hatte es nicht für möglich gehalten: Doch wenige Monate nach ihrer Chemotherapie wurde die 20-Jährige schwanger. Mit ihrem Freund René ist sie im puren Glück: Im Mai kommt ihr erstes Kind zur Welt. „Es wird eine Tochter“, verrät Laura unserer Zeitung.

Im Februar vergangenen Jahres hatte die Ex-Kandidatin von „Germany’s Next Topmodel“ eine niederschmetternde Diagnose erhalten: Lymphdrüsenkrebs! Wer so etwas hört, verliert den Boden unter den Füßen. Die Welt bricht entzwei. Doch mit innerer Stärke – die lebt sie seitdem öffentlich vor und ist in Talkshows aufgetreten – kann man mehr überstehen, als man sich zutraut. Warum werden die einen scheinbar mühelos mit Tiefschlägen fertig, während andere daran zerbrechen? „Ich war nie bereit, den Tumor als Teil von mir zu sehen“, sagt sie, „der war etwas Fremdes, das verschwinden musste.“

Geehrt beim Ball „Dancer against Cancer“

Die junge Frau, die in Murr im Landkreis Ludwigsburg lebt, hat nach ihrer Chemo mit Lachen und positiver Energie krebskranken Menschen Mut gemacht. Ende 2019 fing sie wieder mit dem Modeln an und schreibt gerade ein Buch, in dem sie Ratschläge geben will, wie man stark wird nach dem Schock. Als Vorbild ist Laura Bräutigam am vergangenen Wochenende beim Ball „Dancer against Cancer“ („Tänzer gegen Krebs“) in Wien geehrt worden. Am Montag kehrte sie zurück und sprach mit uns über ihre Achterbahnfahrt. Anfang 2019 war sie oft müde, energielos und hatte Kopfschmerzen. Als ein Hautausschlag dazukam, ging sie zum Hausarzt. Die Entzündungswerte waren extrem hoch. Sie wurde ins Krankenhaus ­geschickt – mit Verdacht auf Herzbeutel­entzündung. Viele Tage vergingen, bis ­erkannt wurde, woher die Beschwerden ­kamen. Unter ihrem Brustkorb hatte sich ein 10,3 Zentimeter langer Tumor gebildet. Mit Chemotherapie ist er verkleinert worden.

Laura Bräutigam freut sich auf ein „absolutes Wunderkind“

Als die Haare ausfielen, sagte sie, das ist okay. Lange sei sie nicht gut zu ihren Haaren gewesen, habe ihnen mit Mitteln geschadet. Jetzt könne alles von vorn beginnen. Immer das Positive sehen – dies hat die 20-Jährige gelernt. Sie war es, die in der harten Anfangszeit ihren René zum Lachen brachte, wenn er unter der Krankheit der Freundin scheinbar mehr litt als sie selbst. Noch in der Therapie machte sie ihre Fachhochschulreife zu Ende, obwohl ihr die Ärzte davon abrieten. Mit der Note 1,8 schloss sie ab. Dass sie in der Chemo keine Nebenwirkungen spürte, führt sie auf ihre Ernährung zurück. „Für zwei, drei Jahre hatte mir die Frauenärztin keine Hoffnung gemacht, schwanger werden zu können“, sagt Laura Bräutigam. Weil es anders gekommen ist, freut sie sich nun auf ihr „absolutes Wunderkind“.

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