Shkemb Miftari jubelt: Der Stürmer schießt die Stuttgarter Kickers ins WFV-Pokal-Achtelfinale. Foto: Baumann

Die Stuttgarter Kickers stehen nach dem überzeugenden 2:1 gegen den Regionalligisten VfR Aalen im WFV-Pokal-Achtelfinale. Trainer Ramon Gehrmann warnt jedoch davor, daraus zu viel Positives für die Liga abzuleiten.

Stuttgart - Als dieser unterhaltsame Pokalabend vorüber war, ließen sich die Spieler des Fußball-Oberligisten Stuttgarter Kickers von ihren begeisterten Fans ausgiebig feiern. Sie hatten es sich verdient: Denn der Auftritt beim 2:1(1:1)-Drittrundenerfolg im WFV-Pokal gegen den klassenhöheren Regionalligisten VfR Aalen war unterm Stich rundum gelungen. „Ich bin hochzufrieden mit dem Ergebnis und der Leistung“, freute sich Kickers-Trainer Ramon Gehrmann. Ein Klassenunterschied war in keiner Phase festzustellen. Im Gegenteil: Die aktiveren Blauen hätten vor den 2045 Zuschauern wieder einmal mehr Tore als die beiden Treffer durch Mijo Tunjic (8.) und Shkemb Miftari (55.) erzielen können. Nur nach dem Gegentor durch Marcel Appiah (26.) kam der Fünftligist bis zur Pause aus dem Rhythmus.

Biedere Aalener

Ob dieses Spiel nicht zeige, dass die Kickers auch eine Klasse höher mithalten könnten, wurde Gehrmann deshalb hinterher gefragt. Seine schlagfertige Antwort: „Kann schon sein, dass wir in der Regionalliga mithalten könnten, aber wir spielen nun mal in der Oberliga.“ Was er damit sagen will: Jedes Spiel in der Oberliga ist eine Herausforderung, auch weil die Kickers in jedem Spiel (die Partie gegen den VfB II vielleicht ausgenommen) der klare Favorit sind.

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Auch am kommenden Samstag (14 Uhr), wenn Aufsteiger SF Dorfmerkingen im Gazistadion aufkreuzt: „Das wird eine richtig harte Nuss“, vermutet Gehrmann. Vielleicht sogar eine härtere als das Pokalspiel gegen einen ziemlich biederen VfR Aalen (mit Ex-Kickers-Jugendspieler Roman Kasiar), der jegliche Durchschlagskraft nach vorne vermissen ließ und eigentlich nur bei Standardsituation Gefährlichkeit aufblitzen ließ. Also taten die Kickers in der Tat gut daran, den Pokalerfolg nicht überzubewerten.

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Achtelfinal-Rahmentermin 3. Oktober

„Klar gibt uns dieser Erfolg Selbstvertrauen“, sagte Mittelfeldstratege Lukas Kling. Man wolle den Schwung mitnehmen in die Liga. Davon wollte der Coach wiederum wenig wissen. „Wir müssen den Schwung in jedem Spiel neu finden“, betonte Gehrmann. In der Liga und im Pokal, wo es am 3. Oktober weitergeht. Die Auslosung fürs Achtelfinale findet am 11. September (13.30 Uhr) statt. „Unser Weg geht weiter in Richtung eigenes Stadion“, sagte Gehrmann und spielte darauf an, dass das WFV-Pokal-Endspiel am 23. Mai im Kickers-Wohnzimmer auf der Waldau über die Bühne geht.

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Schlechte Erinnerungen

Doch zunächst wartet das Dorfmerkinger Team von Trainer-Routinier Helmut Dietterle (68). Und mit Schaudern erinnern sich die Kickers-Fans an den letzten Auftritt der Mannschaft vom Härtsfeld unterm Fernsehturm. Im Mai 2017 gewann der damalige Siebtligist das WFV-Pokal-Endspiel bei den Blauen mit 3:1.

Aufstellungen

Kickers: Bromma – Ludmann, Niedermann, Feisthammel, Kammerbauer (45. Kling) – Blank, Braun (85. Auracher), Vochatzer (68. Gilés), Klauß – Tunjic (80. Weiss), Miftari.

VfR Aalen: Bernhardt – Sakai, Windmüller, Appiah, Neziri – Tyminksi – Senger, Bux (76. Gencal), Lucas (86. Baran), Dobros – Kasiar (81. Gerlspeck).

Tore: 1:0 Tunjic (8.), 1:1 Appiah (26.), 2:1 Miftari (55.).

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