Über den WFV-Pokal-Sieg geht es an die Fleischtöpfe des DFB-Pokals: Im August 2014 trafen die Kickers (Gerrit Müller/li.gegen Neven Subotic) auf Borussia Dortmund. Foto: Baumann

Eigentlich haben die Stuttgarter Kickers ganz andere Sorgen: Sie stehen mitten im Abstiegskampf. Doch im WFV-Pokal-Halbfinale beim FV Ravensburg (Mittwoch, 17.30 Uhr) geht es um viel Geld.

Ravensburg/Stuttgart - Unterschiedlicher hätte der vergangene Samstag für die beiden WFV-Pokal-Konkurrenten nicht verlaufen können. Regionalligist Stuttgarter Kickers erlitt bei der 0:1-Niederlage beim SC Teutonia Watzenborn-Steinberg einen empfindlichen Rückschlag im Kampf gegen den Abstieg, Oberligist FV Ravensburg konnte mit dem 0:0 gegen den Aufstiegsaspiranten FSV 08 Bissingen ganz gut leben. Die Oberschwaben stehen als Siebter der Tabelle jenseits von Gut und Böse – und so konnte Trainer Wolfram Eitel die verpassten drei Punkte verschmerzen und die positiven Aspekte herausziehen: „Wir waren in den vergangenen Wochen nicht so gut in Form, das waren heute zwei bis drei Schritte nach vorne. Wir hatten eine Vielzahl an klaren Chancen. Ich hoffe, wir haben uns das Glück aufgespart“, sagte der gebürtige Biberacher, der vor seinem Engagement in Ravensburg über neun Jahre den 1. FC Heidenheim II trainierte.

Dann kam er schnell auf das WFV-Pokal-Halbfinalspiel an diesem Mittwoch (17.30 Uhr/Stadion im Wiesental) zu sprechen: „Gegen einen Regionalligisten auszuscheiden, wäre das Normalste der Welt, doch es wäre überragend, wenn wir zum dritten Mal in Serie ins Finale einziehen würden.“ 2015 unterlag der FVR dem SSV Reutlingen im Endspiel mit 1:2, 2016 gelang erneut im Gazistadion ein 5:2 gegen Bissingen. „Meine Jungs müssen etwas Abartiges leisten, wenn wir weiterkommen wollen“, betonte Eitel und machte den Kampfeswillen des Titelverteidigers deutlich: „Wenn einer nicht dran glaubt, dann soll er daheim bleiben.“

Endspiel am 25. Mai im Gazistadion

Schon einmal haben die Ravensburger die Blauen überraschend ausgeschaltet. Im November 2014 gab es im Pokal-Viertelfinale ein 1:0. Ausgerechnet der Ex-Kickers-Spieler Omar Jatta hatte das Tor des Tages erzielt, in einem Spiel, das nach den überstandenen Herzproblemen von Daniel Engelbrecht im Zeichen des Comebacks des Kickers-Stürmers stand. Diesmal fehlt den Blauen nur noch ein Sieg zum Sprung ins Finale im eigenen Wohnzimmer am 25. Mai (Christi Himmelfahrt). „Der Pokal ist für uns sehr wichtig“, stellt Präsident Rainer Lorz klar. „Wir wollen mit einem Sieg positive Energie in die letzten drei Regionalligaspiele mitnehmen.“ Bereits an diesem Sonntag (14 Uhr) kommt Schlusslicht FC Nöttingen nach Degerloch. Mit dem WFV-Pokal-Triumph wären die Blauen zudem für den DFB-Pokal qualifiziert, was gleichbedeutend mit einem warmen Regen für die klamme Kickers-Kasse wäre. Der Cupsieger könnte mit einer Prämie in Höhe von rund rund 115 000 Euro planen.

Zweites Halbfinale SF Dorfmerkingen – TSG Balingen

Im zweiten Halbfinale stehen sich an diesem Mittwoch (17.30 Uhr) Landesligist SF Dorfmerkingen und Oberligist TSG Balingen gegenüber. „Für uns wäre es ein Traum, ins Finale auf der Waldau einzuziehen“, sagt Dorfmerkingens Trainer Helmut Dietterle. Das gleiche gilt für die Balinger, deren Trainer Ralf Vokwein bei der Generalprobe (0:0 gegen Astoria Walldorf II) einige angeschlagene Stammspieler schonte.

Stuttgarter Kickers - Regionalliga

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