Holger Looß mit dem Seafood Star, der gleich mehrfach für Aufregung sorgte. Foto: Lichtgut/Leif-H.Piechowski

Das Stuttgarter Fischgeschäft von Holger Looß ist in Hamburg geehrt worden. Der Preis, ein gläserner Monolith, rief bei der Rückreise die Sicherheitsleute auf den Plan.

Stuttgart - Eigentlich ist die Sache glasklar. So klar wie reines Quellwasser, transparent und absolut unverdächtig: Die Trophäe Seafood 2019, mit der das Fisch-Fachgeschäft von Holger Looß in der Markthalle ausgezeichnet wurde. Dabei hat der gewichtige gläserne Monolith auf dem Hamburger Flughafen beinahe einen Bombenalarm und den Einsatz schwer bewaffneter Sicherheitsleute ausgelöst.

„In Hamburg fand die Preisverleihung statt“, berichtet Looß. Dort erscheint das Fischmagazin, das seit 2008 den Seafood Star in mehreren Kategorien verleiht. Er habe sich, erzählt Looß, auf Anregung eines Lieferanten zum ersten Mal beworben. Dass er sich in diesem Wettbewerb gute Chancen ausrechnen konnte, ahnte er schon beim Besuch des Juroren von der Alster: „Da muss ich in den Süden fahren, um ein Fischgeschäft von solcher Attraktivität und Qualität zu finden“, habe der Mann gestaunt. Prompt konnte Looß, der sein gastronomisches Angebot mit drei Lokalen in der Markthalle im Dezember 2016 um die „Fischhalle“ samt Austernbar erweiterte, die Auszeichnung in der Kategorie „Bestes stationäres Fischfachgeschäft“ entgegen nehmen. Im Rahmen eines Fischwirtschaftsgipfels mit Fachgesprächen und 400 Teilnehmern.

Probleme beim Passieren der Sicherheitskontrolle

Im Hamburg sind bekanntlich die Nächte lang. Auch für die Preisträger aus Stuttgart. „Wir haben ordentlich gefeiert“, verrät Looß lachend, der in Begleitung seiner Betriebsleiterin Carolina Migliore und seines Austernbar-Chefs Uli Düsmez war. Am nächsten Tag wollten sie den Preis mit Urkunde und Trophäe „voller Stolz nach Hause zu bringen“. Nicht ganz ohne Hindernisse beim Passieren der Sicherheitskontrolle: Kaum hatte das Röntgengerät das schwarze Kästchen im Handgepäck von Looß’ Mitarbeiter registriert, war die Hölle los: „Ich stand plötzlich vor einer Phalanx von schwer bewaffneten Sicherheitsleuten“, erinnert sich Looß. Und es habe einiger Erklärungen und sogar eines Sprengstofftest-Abstrichs am Glas bedurft, bis die Security von der Harmlosigkeit des Monoliths überzeugt gewesen sei. Jetzt prangt er auf der Theke. Dekorativ und garantiert ungefährlich.

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