Mikrochips sind derzeit rar. Das hat Konsequenzen – auch für die Autoproduktion in Baden-Württemberg. (Symbolbild) Foto: dpa/Matthias Balk

Der Mangel an Mikrochips macht auch dem Stuttgarter Autobauer Daimler Sorgen. Derzeit werden die Konsequenzen aus den Lieferengpässen intern und gemeinsam mit Zulieferern ermittelt.

Stuttgart - Die Auswirkungen des Mikrochip-Mangels auf den Absatz beim Autobauer Daimler lassen sich nach Darstellung von Vertriebsvorständin Britta Seeger noch nicht konkret absehen. Der Januar sei gut abgesichert. Welche Folgen sich für die Kunden im Februar und März ergeben könnten, versuche man gerade intern und in Gesprächen mit Zulieferern zu ermitteln, sagte Seeger am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Sie sei aber zuversichtlich, dass die Probleme gemeinsam mit den Lieferanten gelöst und die Auswirkungen so gering wie möglich gehalten werden könnten.

Lieferengpässe bei Halbleitern setzen derzeit viele Autohersteller unter Druck und zwingen sie zur Drosselung der Produktion. Bei Daimler sind die Mercedes-Werke in Rastatt und Bremen sowie im ungarischen Kecskemét betroffen.

Seeger stellte am Mittwoch den neuen elektrischen Kompakt-SUV EQA vor, der ab Anfang Februar zu kaufen sein wird. Es ist das dritte reine Elektrofahrzeug aus der Mercedes-EQ-Reihe. Drei weitere, darunter das Flaggschiff EQS, sollen im Laufe des Jahres noch folgen. Der EQA wird seit einiger Zeit schon in Rastatt und ab diesem Jahr dann auch in Peking gebaut. Mit Blick auf den Chipmangel betonte Seeger erneut, dass der Anlauf der EQ-Modelle höchste Priorität habe.

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