Ein Bild aus alten Zeiten: Traditionell ist das Heimatfest in Stuttgart-Vaihingen mit einem Fassanstich und einem Ständchen vom Schwaben-Bräu-Singchor eröffnet worden. Foto: Archiv Alexandra Kratz

Für den Frühsommer 2020 ist eine zweitägige Hocketse im Park in Stuttgart-Vaihingen geplant. Ein paar Details stehen mittlerweile fest.

Vaihingen - Seit dem Jahr 2016 gibt es kein Heimatfest mehr im Stadtbezirk. Die Veranstaltung war auf immer weniger Resonanz gestoßen. Nun will eine Gruppe Ehrenamtlicher zusammen mit dem Bezirksamt ein neues Fest auf die Beine stellen. Eine der Engagierten ist die Bezirksbeirätin Ulrike Jankowski. Wir haben mit ihr gesprochen.

Frau Jankowski, warum ist Ihnen ein neues Fest für Vaihingen wichtig?

Weil ich finde, dass man ein Fest machen sollte, das die Generationen verbindet und das zur Integration beiträgt. So ein Fest birgt viele Chancen. Früher war das Heimatfest sehr beliebt. Wir wollen etwas Positives für Vaihingen tun, dem Bezirk ein Gesicht geben. Für so etwas Zeit zu investieren, gehört für mich zu einem Ehrenamt dazu. Da zähle ich dann nicht die Stunden. Das ist eine Aufgabe, die erledigt werden muss.

Um die weiteren Schritte für ein neues Fest in Vaihingen ging es bei einem Treffen am Dienstag im Bezirksrathaus. Was genau wurde denn besprochen?

Wir haben uns für einen Namen entschieden. Die Veranstaltung wird Vaihinger Stadtfest heißen. Auch das Datum haben wir definiert. Gefeiert wird am 20. und 21. Juni 2020 – und zwar im Stadtpark. Das ist eine schöne Fläche, und es ist nah dran am Ortskern.

Wie geht es jetzt weiter?

Wir haben vier Arbeitskreise: für die Bereiche Ort, Technik und Infrastruktur, für das Programm, für Werbung und Gäste und für den Bereich Verpflegung und Festbestücker. Dazu gibt es noch eine Steuerungsgruppe als Kopf und Bindeglied. Die Arbeitskreise müssen nun ihre Arbeit aufnehmen. Die Infrastruktur muss jetzt schon organisiert werden, das Programm hat vielleicht auch noch ein bisschen Zeit. Bis Ostern dieses Jahres sollen die großen Linien für das Fest stehen.

Bei dem Treffen im Januar waren nur wenige Interessierte gekommen. Das Fest stand fast schon wieder auf der Kippe. Wie war es denn jetzt am Dienstag?

Der Saal war voll. Alle wichtigen Vereine waren vertreten. Das Echo war groß. Jeder war bereit, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten einzubringen. Die Stimmung war wirklich positiv. Wir alle hoffen, dass das neue Fest ein Publikumsmagnet wird.

Mit welchen Argumenten würden Sie versuchen, einen Verein fürs Mitmachen oder einen Bürger zum Kommen zu motivieren?

Je mehr Menschen mitmachen, desto schöner wird das Fest, denn jeder Verein bringt auch wieder sein eigenes Publikum mit. Für die Vereine ist das vielleicht auch eine Möglichkeit, Werbung für sich zu machen und Nachwuchs zu bekommen. Für uns als Bezirksbeiräte ist es eine Chance, uns bekannt zu machen. Jeder hat die Möglichkeit, neue Menschen kennenzulernen und Neues in Vaihingen zu entdecken, sich einfach einen schönen Tag zu machen.

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