Die Feuerwehrmänner und -frauen in Vaihingen und Büsnau waren 2017 bei zahlreichen Einsätzen. Foto: Archiv 7aktuell.de/A. Hald

Die Abteilungen in Stuttgart-Vaihingen und Stuttgart-Büsnau sind 2017 zu zahlreichen Bränden und Unfällen ausgerückt. Während die Wehren mit ihrer Mitgliederzahl zufrieden sind, hapert es an anderen Stellen.

Vaihingen/Büsnau - Etwa 175 Stunden war jeder der Vaihinger Feuerwehrmänner und -frauen im Schnitt im Vorjahr im ehrenamtlichen Einsatz, sei es zum Löschen eines Brandes, Absichern einer Unfallstelle oder im Übungs- und Fortbildungsbetrieb. „Insgesamt sind wir 12 235 Stunden im Gerätewehrhaus gewesen“, sagte Roland Häberle, der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Vaihingen, in der Bezirksbeiratssitzung am Dienstag.

Die Abteilung zählt derzeit 70 Mitglieder, darunter sechs Frauen, 18 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr und neun in der Altersabteilung. „2017 sind wir 215-mal ausgerückt“, sagte Häberle. Darunter seien größere und kleinere Einsätze sowie Wachbesetzungen auf der Wache 2 in der Innenstadt gewesen. „Gerade an der Uni brennt es jedes Jahr gut“, sagte Häberle mit einem Augenzwinkern. Bei den meisten Einsätzen seien die Feuerwehrleute wegen ausgelöster Rauchmelder alarmiert worden. Eine lebensrettende Einrichtung, wie der Kommandant betont. „Ich gehe davon aus, dass wir mindestens drei Personen nicht hätten retten können, wenn es keinen Rauchmelder gegeben hätte.“ Zu den Bränden und Fehlalarmen kamen zahlreiche Verkehrs- und Stadtbahnunfälle, bei denen es auch Tote gegeben hatte. „Das belastet natürlich. Nach solchen Einsätzen ist es wichtig, dass unsere Kameraden betreut und wieder aufgebaut werden“, sagte Häberle und lobte die Arbeit des zuständigen Seelsorgers.

Es fehlen noch Absauganlagen in den Fahrzeughallen

Zwar sei 2017 die technische Ausrüstung weiter ausgebaut worden, doch es fehle noch immer an einigen Stellen. Im Gerätehaus gibt es keine getrennten Umkleiden für Männer und Frauen. Auch eine Absauganlage für die Abgase in der Fahrzeughalle fehlt noch immer. Das gleiche Problem hat die Freiwillige Feuerwehr Büsnau. „Vor allem unser alter Unimog dampft noch richtig, da kriegt man eine ordentliche Ladung Dieselruß ab, wenn man sich daneben umzieht“, sagte der stellvertretende Kommandant Frank Bühler. Getrennte Umkleiden hingegen gebe es inzwischen in Büsnau. „Wir haben zwei Frauen in der Abteilung, und im Februar haben wir fünf Spinde bekommen, die in einem Extraraum aufgestellt wurden“, sagt Bühler.

Der Maßstab der Büsnauer Wehr ist natürlich kleiner als der in Vaihingen. Mit 27 aktiven Kameraden ist Bühler dennoch zufrieden. Dazu kommen acht Jugendfeuerwehrleute und zwölf Kameraden in der Altersabteilung, macht 47 Mitglieder. „Wir können uns betreffs unserer Jugend nicht beklagen. Dieses Jahr rechnen wir mit vier Übertritten von der Jugendfeuerwehr zu den Aktiven“, sagte Bühler. Im Vorjahr sind die Büsnauer Feuerwehrleute zu 18 Einsätzen ausgerückt – eine durchaus hohe Zahl, wie Bühler betonte. „Es war mehr los bei uns in Büsnau als in den Vorjahren.“ Neben den Einsätzen spielt die Brandschutzerziehung eine große Rolle für die Wehr. In den Kindergärten in Büsnau und an der Meluner Straße habe man damit etwa 30 Kinder erreicht.

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