Das Kirchengebäude St. Johannes Maria Vianney wird im Herbst abgerissen. Der Kirchturm bleibt stehen. Foto: Iris Frey

Die Kirche St. Johannes Maria Vianney wird abgerissen und neu gebaut. Caritas-Stiftung und -Verband stellten die Pläne für den Neubau vor. Geplant sind auch Seniorenwohnungen und eine Kita.

Mönchfeld - Die Caritas Stiftung Stuttgart wird im Herzen Mönchfelds bei der Katholischen Kirche St. Johannes Maria Vianney Wohnungen sowie eine Kindertagesstätte und eine Beratungsstelle bauen. Die Kirche wird abgerissen und neu mit Gemeinderäumen gebaut. Die Pläne stellten Vertreter der Stiftung im Bezirksbeirat Mühlhausen vor. Peter Grau von der Caritas Stiftung erläuterte, dass 64 seniorengerechte Wohnungen, von 1,5 bis Drei-Zimmer-Wohnungen, gebaut werden sollen. Rund 4000 Quadratmeter neuer Wohnraum entstehen, davon 20 Prozent geförderter Sozialer Mietwohnungsbau. Weitere Wohnungen sollen aus einem kirchlichen Fonds gefördert werden.

Die neue Kindertagesstätte soll vier Gruppen haben, zwei Gruppen für Kinder von null bis drei Jahren und zwei Gruppen für drei bis sechs Jahre. Geplant ist ein öffentlich zugänglicher Bereich. Auch Petra Albrecht vom Bauprojektmanagement erläuterte die Pläne: In allen drei Gebäuden ist Wohnen vorgesehen, im ersten Haus noch Beratung und im dritten Gebäude eine Kita.

Start der Arbeiten im Sommer

Wegen der Fledermäuse im Kirchendach darf die Kirche nur zwischen Oktober dieses Jahres und Februar nächsten Jahres abgerissen werden. Auch muss eine Trafostation neu gebaut werden. Der Start der Arbeiten ist laut Albrecht im Sommer mit den Infrastrukturmaßnahmen geplant, wie der Verlegung von Strom, Gas und Wasser. Im Herbst und Winter ist dann der Kirchenabriss vorgesehen. Die Fertigstellung mit Neubau ist für 2022 geplant.

Uta Metzger von der Bereichsleitung der Altenhilfe des Caritasverbandes berichtete von den geplanten Seniorenwohnungen. Auf 80 Quadratmetern soll es eine Beratungsstelle geben, auch für Jugend und Familie. Begegnungen sollen gefördert werden. Durch St. Ulrich in der Nähe gebe es schon einige Angebote wie einen Mittagstisch. Auch werde überlegt, für das Jugendamt, das Räume suche, Platz zur Verfügung zu stellen. Das sei aber Zukunftsmusik, so Bezirksvorsteher Ralf Bohlmann. Der Bezirksbeirat werde dann informiert.

Baulärm lässt sich nicht vermeiden

SPD-Bezirksbeirätin Jana Schuster hofft „auf wenigstens 30 Prozent geförderten Wohnraum“ und verwies darauf, dass da auch die Beschäftigten des Pflegeheims einen Nutzen hätten. Peter Grau erklärte, er plane, noch weiteren Wohnraum zu finanzieren. Er wies auf den kommenden Baulärm hin, der sich nicht vermeiden lasse und bat darum, wenn es Probleme gebe, auf ihn zuzukommen. Monika Kurfeß (CDU) fragte nach der Zahl der momentanen Kita-Gruppen. Jetzt gebe es eineinhalb Gruppen, wie Martina Siegl, zweite Vorsitzende des Kirchengemeinderats erklärte. Im Neubau sind es vier Gruppen.

Am Dienstag, 12. Februar gibt es um 19 Uhr im Gemeindehaus von St. Johannes Maria Vianney, Steinbuttstraße 51, in Mönchfeld eine Informationsveranstaltung, bei der die Projektbeteiligten über den neuen Planungsstand informieren.

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