In Stuttgart-Möhringen hat es am Donnerstag eine Demo gegeben. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Über 100 Demonstranten haben am Donnerstag die Schließung der Kommandozentrale der US-Streitkräfte für Afrika (Africom) in Stuttgart-Möhringen gefordert.

Stuttgart - Mehr als 100 Menschen haben am Donnerstag in Möhringen vor der Stuttgarter Kommandozentrale der US-Streitkräfte für Afrika (Africom) demonstriert und die Schließung gefordert. Dazu hatte die Gesellschaft Kultur des Friedens (GKF) aufgerufen, die in diesem Jahr 30-jähriges Bestehen feiert.

Zusammen mit der US-Kommandozentrale für Europa (Eucom) in Vaihingen sei das Africom die Drehscheibe des weltweiten Drohnenkriegs der Amerikaner, sagte Henning Zierock von der GKF. Aufrüstung, ökonomische und militärische Zerstörung auf der ganzen Welt nähmen ihren Anfang in Stuttgart. Die verantwortlichen Politiker blieben jedoch tatenlos. „Wenn die Politik sich nicht zuständig fühlt, müssen wir eben dafür sorgen, dass das Ding geschlossen wird“, sagte Zierock. Heike Hänsel, Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, bezeichnete das Africom als Mord-Zentrale.

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