Die Demo am Samstag stand unter dem Motto „Es reicht“. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt

Unter dem Motto „Es reicht“ demonstrierten am Samstag rund 300 Menschen für die Gleichberechtigung der Frau in Stuttgart.

Stuttgart-Mitte - Jährlich demonstrieren Frauen auf der ganzen Welt am 8. März, dem Internationalen Frauentag, für die Gleichberechtigung der Geschlechter. Einen Tag zuvor rief diesen Samstag das Frauenbündnis Stuttgart zu einer Demonstration in der Stuttgarter Innenstadt auf. „Wir haben uns den Samstag ausgesucht, weil hier schlichtweg mehr Leute als am Sonntag unterwegs sind. So werden wir einfach besser gehört und wir müssen gehört werden“, sagt eine Sprecherin des Bündnisses zur Terminwahl der Demonstration, die vom Schlossplatz über die Theodor-Heuss-Straße und den Rotebühlplatz bis zum Marktplatz führte.

Dabei ging es dem Veranstalter – einem Bündnis aus verschiedenen Gruppen wie dem Frauenverband Courage und dem Bund Sozialistischer Frauen – vor allem darum zu zeigen, dass der Weg zur Gleichberechtigung von Mann und Frau noch weit ist: „Ich habe vorher mit einer 91-jährigen Passantin gesprochen. Aus ihrer Sicht hat die Frauenbewegung schon viel erreicht. Aber es ist eben noch viel zu tun“, sagt Barbara Geisel, Sprecherin des Bündnisses. Und ihre Kollegin ergänzt: „Frauen werden heute doppelt ausgebeutet. Einmal im Job, wo sie acht Stunden arbeiten müssen, und dann geht es daheim weiter. Vor allem die rechten Strömungen machen es wichtiger denn je, dass wir weiterkämpfen. “

Diesem Kampf, der unter dem Motto „Es reicht“ stattfand, schlossen sich am Samstag rund 300 Frauen und Männer an. Auf ihren Transparenten sprachen sie sich für gleichen Lohn, gegen Rechtsextremismus, gegen Gewalt an Frauen und die Paragrafen 218 und 219 aus.

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