In dem Regionalzug nach Lindau saßen 300 Reisende (Symbolbild). Foto: ZB

Auf der Strecke Ulm-Stuttgart rollt ein Heuballen auf das Gleisbett. Es kommt zu Kollision mit einem Zug, in dem 300 Fahrgäste sitzen. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Gingen an der Fils - Nach dem Zusammenstoß eines Regionalzugs mit einem Heuballen auf der Strecke Ulm-Stuttgart hat die Bundespolizei Ermittlungen gegen eine Landwirtin aufgenommen. Nach Polizeiangaben vom Mittwoch hatte die 54-Jährige auf einem Feld versucht, den Heuballen auf einen Traktor zu laden.

Dabei löste sich der Ballen und rollte auf abschüssigem Gelände auf Höhe Gingen an der Fils (Kreis Göppingen) auf das Gleisbett. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Die Kollision auf der wichtigen Bahnstrecke hatte am Dienstagnachmittag zu Verspätungen von bis zu eineinhalb Stunden geführt.

In dem Regionalzug nach Lindau saßen 300 Reisende. Auf dem Gleis in die Gegenrichtung prallte kurz darauf ein Güterzug gegen Reste des Heuballens. Verletzt wurde niemand. Weil der Regionalzug nicht mehr fahrbereit war, holten Busse die Fahrgäste ab. Die Bahnstrecke zwischen Gingen an der Fils und Geislingen an der Steige war mehr als zwei Stunden gesperrt. Die Schadenshöhe war zunächst unklar.

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