Sven Mislintat war froh über den Sieg des VfB. Foto: Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Der VfB Stuttgart hat sich nach einem 0:1-Rückstand in die Partie zurückgekämpft und mit 3:1 gegen den 1. FC Nürnberg gewonnen. Wir haben die Aussagen der beteiligten Akteure nach der Partie zusammengetragen.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat gegen den 1. FC Nürnberg einen Heimsieg gefeiert, der jedoch ein hartes Stück Arbeit darstellte. Nach dem 0:1-Pausenrückstand kam die Mannschaft allerdings stark verbessert aus der Kabine zurück. Die Einwechslung von Silas Wamangituka und die Verschiebung von Borna Sosa, der von seiner Linksverteidigerrolle eine Position nach vorne rückte, trugen ihren Teil dazu bei. So kam der VfB durch Wamangituka (58. Foulelfmeter), Mario Gomez (59.) und Philipp Förster (72.) zu einen schlussendlich verdienten 3:1-Heimsieg gegen den Club aus Nürnberg.

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Nach der Partie haben sich die beteiligten Akteure zum Geschehen auf dem Rasen geäußert. Wir tragen die Stimmen zur Partie zusammen.

VfB-Trainer Tim Walter: „Man hat gesehen, dass wir zu Beginn sehr nervös waren. Man merkte, dass uns die letzten Wochen etwas in den Knochen gesteckt haben. Doch meine Mannschaft hat sich da rausgezogen und sich gegen diesen tief stehenden Gegner viel erarbeitet. Da musst Du erst einmal zwei Abseitstore machen. Dann gehen wir mit so einer Situation in die Pause und was meine Mannschaft dann an Mentalität, an Leidenschaft an den Tag gelegt hat, das war sehr gut. Sie wollten unbedingt und haben das auch auf den Rasen gebracht. Jetzt geht es aber darum, weiter zu machen. Dafür werden wir diese Woche hart arbeiten.“

FCN-Trainer Jens Keller: „In der ersten Halbzeit ging unser Plan sehr gut auf. Wir haben uns vorgenommen, Stuttgart den Ball zu geben und tief zu verteidigen, aggressiv in den Räumen zu sein. Dann gehen wir zurecht in Führung. Doch dann waren wir etwas mutlos. Und ich muss auch sagen, dass der Videobeweis seinen Teil dazu beigetragen hat. Beim ersten Tor will sich mein Spieler schützen, bekommt den Ball an den Arm. Beim zweiten Tor wird unser Spieler abgeräumt – also wenn das ein Tor ist, dann weiß ich auch nicht. Nach dem Doppelschlag und gegen diesen Gegner war es dann schwer für uns.“

VfB-Sportchef Sven Mislintat: „Die drei Punkte nehmen wir gerne – vor allem gegen so einen Gegner, der ein ganz anderes Potenzial hat, als es der Tabellenplatz belegt. Man hat ja dann in der ersten Halbzeit gesehen, wie schwer das gewesen ist. Doch wie die Mannschaft dann zurückkommt, war stark. Jetzt haben wir endlich mal die Vorlage genutzt und mit dem HSV gleichgezogen.

VfB-Spieler Philipp Förster: „Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft, bekommen aber wieder so ein dummes Gegentor. Doch es hat uns nicht aus der Bahn geworfen. Wir blieben geduldig, auch nach der ganzen Videobeweis-Sache. Das war ja eine Katastrophe für uns, wenn man bedenkt, wie viele Tore wir in acht Tagen jetzt aberkannt bekommen haben. Doch dann ist der VAR einmal für uns und bringt uns den Aufschwung. Dann war auch schnell klar, dass wir das Spiel über die Zeit bringen.“

VfB-Stürmer Mario Gomez: „Wir sind wie schon zuletzt leider früh in Rückstand geraten. Aber ich denke, man hat gesehen, dass wir das Spiel unbedingt drehen und etwas an unserer Situation ändern wollten. Das ist uns auch dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelungen.“

Wir haben alle mindestens 15 Minuten eingesetzten VfB-Spieler mit einer Einzelkritik bewertet – die können Sie hier lesen. Auch Sie selbst können in unserem Notentool die Spieler bewerten.

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