Bei den Sternen des Südens haben alle Geschäfte Aktionen geplant. Foto: Ina Schäfer

Beim Tag der offenen Tür haben sich alteingesessene und neue Geschäfte sowie Einrichtungen präsentiert.

Stuttgart - Für Felix Bohne sind die Sterne des Südens mehr als nur ein Tag der offenen Tür. Für ihn startet an diesem Samstag ein neuer Abschnitt. Jahrelang stand seine Großmutter in ihrem Elektrogeschäft an der Liststraße, eine Institution, im Stuttgarter Süden. Felix Bohnes Bruder betreibt im Hinterhof „HolzSteinPapier“, eine Werkstatt für Gedrechseltes. Jetzt ist auch er selbst im Haus vertreten, mit restaurierten Industriemöbeln, mit Schränkchen, Lampen und Stühlen. Dr. Bohne heißt sein Label. Der gelernte Schreiner und Doktor der Biologie war schon auf dem Weg Professor zu werden, als er ausgestiegen ist, um mehr Zeit für Familie und das Restaurieren zu haben. Jetzt steht er bei den Sternen des Südens in seinem neu eröffneten Ladengeschäft. „Das ist aufregend, ich stehe total unter Hochspannung“, sagt er. Schon als kleiner Junge sei er einst durch den Laden geflitzt. Ist Dr. Bohne zum ersten Mal bei den Sternen des Südens dabei, sind andere Geschäfte schon seit den Anfängen Teil des Festes im Stuttgarter Süden.

Fundevogel war zum ersten Mal dabei

Etwa Jochen Siegel mit seinem Designbüro, nicht weit weg. ebenfalls an der Liststraße. Wo sonst die Besprechungen stattfinden, sind Arbeiten seines Teams zu sehen und zu kaufen. „Wann macht ihr das alles, ihr arbeitet doch!“, ruft er in den Raum. „Feierabend?“, sagt Tanja Hordes. Auch für den Chef ist es an diesem Tag erstaunlich zu sehen, was seine Mitarbeiter so in ihrer Freizeit Kreatives erschaffen und von Zuhause mitgebracht haben. Ausgestellt sind Ketten, Mobiles, Kerzenständer und Bilder. Wie in jedem Jahr wird dort afrikanischer Schmuck aus Papier verkauft, der Erlös geht an ein soziales Projekt in Uganda. Siegel war einer der Mitbegründer der Sterne des Südens. „Vor 14 Jahren haben wir uns zum ersten Mal zum Tag der offenen Tür zusammengeschlossen. Ziel war es nie ein Straßenfest zu veranstalten, sondern zu zeigen, was der Süden an Geschäften und Einrichtungen zu bieten hat“, sagt er. Auch in diesem Jahr haben viele Geschäfte Aktionen geplant, bewirten ihre Gäste oder bespaßen die kleinen Besucher.

In der BooBoo Bootique wird Kinderschminken angeboten, im Café Kantinchen gibt es Waffeln, im spanischen Restaurant Laguna Tapas und Sangria, im Café List wird gegrillt. Bei schönem Wetter wird der Tag der offenen Tür gerne angenommen, von Bewohnern des Stuttgarter Südens, aber auch aus anderen Bezirken.

Zum ersten Mal zeigt sich in diesem Jahr auch die Frühförderstelle Fundevogel. In anderen Jahren haben sich etwa Vereine wie Frauen helfen Frauen beteiligt. „Wann hat man schon mal die Gelegenheit sich bei diesen Stellen zu informieren, ganz ohne Hemmschwelle“, sagt Siegel. Dadurch bekommen die Besucher einen noch umfassenderen Einblick ins Leben des Quartiers.

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