Luca Waldschmidt spielte sich bei der U-21-EM in dne Vordergrund. Foto: Getty Images

Beim Start in die EM-Saison holt Joachim Löw einen Neuling aus Freiburg zur Nationalmannschaft. Der Bundestrainer setzt auf eine Fortsetzung des zuletzt gezeigten Aufschwungs. Die Bewährungsprobe folgt in der nächsten Woche gegen einen großen, alten Rivalen.

Frankfurt/Main - Mit Neuling Luca Waldschmidt und Rückkehrer Emre Can startet Joachim Löw in die EM-Saison. Der Bundestrainer nominierte den 23 Jahre alten Nachwuchsangreifer vom SC Freiburg nach dem Ausfall von Topstürmer Leroy Sané am Donnerstag erstmals für das Aufgebot der Fußball-Nationalmannschaft. Mittelfeldmann Can von Juventus Turin ist nach fast einem Jahr Auszeit erstmals wieder in die DFB-Auswahl berufen.

Für den Saisonauftakt mit den schweren EM-Qualifikationsspielen gegen die Niederlande am 6. September in Hamburg und drei Tage später gegen die in der Ausscheidungsrunde noch unbesiegten Nordiren in Belfast sind Toni Kroos und Marc-André ter Stegen nach ihrer Länderspielpause im Juni auch wieder dabei.

Diese Spieler fehlen

„Wir wollen mit voller Konzentration in die neue Länderspielsaison starten, an deren Ende im Sommer nächsten Jahres die Europameisterschaft als Höhepunkt steht. Unser Ziel ist es, uns weiter zu festigen und einzuspielen und uns so früh wie möglich zu qualifizieren. Mit unserer jungen Mannschaft haben wir bewusst einen neuen Weg eingeschlagen, diesen werden wir konsequent weitergehen“, sagte Löw.

Verzichten muss der Bundestrainer auf den am Kreuzband operierten Sané. Auch die Profis von Paris Saint-Germain, Thilo Kehrer und Julian Draxler, fehlen wegen Blessuren im überraschend nur 22 Spieler umfassenden Kader. Für Verteidiger Antonio Rüdiger vom FC Chelsea kommt eine Rückkehr nach seiner Knieoperation noch nicht infrage. Als dritten Torhüter hinter Kapitän Manuel Neuer gab Löw Bernd Leno vom FC Arsenal den Vorzug vor dem Frankfurter Kevin Trapp.

Im Fokus dank U-21-EM

Waldschmidt hatte sich mit sieben Treffern als Torschützenkönig der U-21-EM im Juni besonders in den Fokus gespielt und auch in den ersten beiden Saisonpartien des SC Freiburg überzeugt. Neben ihm gehören auch die im A-Team schon relativ erfahrenen Lukas Klostermann und Jonathan Tah als weitere Junioren-Vize-Europameister zum Aufgebot.

Can spielte zuletzt beim ernüchternden 0:3 in der Nations League in den Niederlanden im Oktober 2018 für die Nationalmannschaft. Er könnte auch als Backup für den zuletzt angeschlagenen Münchner Leon Goretzka agieren.

Löw wieder dabei

Löw kehrt selbst nach einer Auszeit zum Nationalteam zurück. Im Juni hatte er wegen einer Verletzung die Spiele in Weißrussland (2:0) und gegen Estland (8:0) verpasst. Mit zwei weiteren Siegen gegen die Niederlande und Nordirland könnte die DFB-Auswahl die Qualifikation für die EM-Endrunde fast schon perfekt machen.

„Es hat zuletzt große Freude gemacht, unser junges Team spielen und zusammenwachsen zu sehen. Da ist vieles in Bewegung, das ist ein spannender Prozess, der viel positive Energie freisetzt“, sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: