Gruppenbild am Wasser: Unter anderem die Landräte Rainer Haas und Richard Sigel sowie die Oberbürgermeisterin von Fellbach, Gabriele Zull, haben am Freitag zusammen mit Remsecks Rathauschef Dirk Schönberger das Gartenschaugelände inspiziert. Weitere Bilder finden Sie in unserer Bildergalerie. Foto:  

Die Remstal-Gartenschau ist offiziell eröffnet, bis zum Oktober lädt der „unendliche Garten“, so das Motto der Veranstaltung, ein. In Remseck warten auf die Besucher viele Veranstaltungen – und ein Gelände, das Tag und Nacht geöffnet ist.

Remseck - Die letzten Hinweisschilder anbringen, die Bewirtungshütte am Neckarstrand streichen und die neu gesetzten Pflanzen ordentlich wässern: während am Freitag in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) die Remstalgartenschau offiziell eröffnet wurde, waren die Mitarbeiter der Stadt Remseck noch im Großeinsatz. An diesem Samstag gegen 11 Uhr wird der Oberbürgermeister Dirk Schönberger (parteilos) dann die Veranstaltung auch in seiner Stadt freigeben – und damit die Vorbereitungen für eines der größten Projekte in der Stadtgeschichte beenden.

Warum findet die Gartenschau überhaupt in Remseck statt?

Der Landkreis Ludwigsburg, und damit auch Remseck, ist bei der Remstalgartenschau gewissermaßen der Juniorpartner – so sagte es jedenfalls der Landrat Rainer Haas bei einem Rundgang über das Gelände am Freitag. Gemeint ist damit, dass alle übrigen der 16 teilnehmenden Kommunen in Landkreis Rems-Murr und dem Ostalbkreis liegen. Zusammen bilden sie die landesweit erste interkommunale Gartenschau. Remseck ist mit seiner Mündung der Rems in den Neckar gewissermaßen der Endpunkt. Der Oberbürgermeister Schönberger sagt, man sei sehr stolz, das Kirchturmdenken in den Rathäusern überwunden zu haben. „Wir sehen bei einem Projekt dieser Größe: es geht nur gemeinsam.“

Was erwartet die Besucher?

Das Gelände der Schau in Remseck liegt hauptsächlich an der Mündung der Rems in den Neckar. Dort hat die Stadt einen mehrere hundert Meter langen Schwimmsteg ins Wasser setzen lassen, es gibt einen neuen Spielplatz und Balkone, die über die Rems ragen. Besonders stolz ist die Stadt auf ihren „Naschgarten“: dort können Besucher während der 165 Gartenschau-Tage zum Beispiel Obst ernten und Kräuter pflücken. Angelegt wurden die Natursteinmauern von Bürgern.

Welche Veranstaltungen gibt es?

Während der Gartenschau, die bis einschließlich 20. Oktober läuft, gibt es dutzende Termine in Remseck. Dazu gehören viele Wanderungen und Führungen durch das Remstal, etwa eine Märchenwanderung, ein Spaziergang zum Muttertag an diesem Sonntag, 12. Mai, oder spezielle Rundgänge zu Natur oder Vögeln in der Gegend. Viele stationäre Veranstaltungen steigen ebenfalls unter freiem Himmel: während der Highlightwoche, wie sie von den Veranstaltern genannt wird, gibt es zum Beispiel ein Lichterpicknick und ein Musikfeuerwerk am Neckarstrand (12. Juli) oder einen Open-Air-Poetry-Slam zwei Tage zuvor. Auch für Kulturinteressierte bietet der Kalender etwas: So spielt das Stuttgarter Kammerorchester am 14. Juli ebenfalls am Strand. Donnerstags bis sonntags veranstaltet die Stadt einen „Lesegarten“: dabei werden Sessel aufgestellt, und eine Bücherkiste bereitgelegt. Wer möchte, kann dann bis zum Einbruch der Dunkelheit am Neckarufer lesen.

Gibt es auch Sportevents?

Die Sportvereine in Remseck laden bis zum Herbst regelmäßig zu Kursen ein, die meisten davon am Neckarstrand. Montags um 9.30 Uhr gibt es „Rücken fit“, um 18 Uhr „Fitness am Strand“, um 19 Uhr Yoga und donnerstags um 18 Uhr Zumba. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht nötig. Ein Highlight ist der Swimrun, bei dem am 28. Juli die Teilnehmer insgesamt 13 Kilometer im Neckar schwimmen und am Ufer rennen müssen.

Kostet die Gartenschau Eintritt?

Im Grunde ist das Gelände in Remseck zur jeder Tages- und Nachtzeit frei und kostenlos betretbar. Eintritt wird fällig für zwei Gartenschau-Bereiche in Schorndorf und Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) und für einige Veranstaltungen, auch in Remseck. Die Tageskarten kosten acht Euro, ermäßigt 6,50 Euro. Jugendliche bis 16 Jahre zahlen nichts. Eine Dauerkarte für die gesamten gut fünf Monate der Schau kostet 45 Euro, ermäßigt 25 Euro.

Wie reist man am Besten an?

Da direkt neben dem Gartenschaugelände die Neue Mitte in Remseck mit Rathaus und Stadthalle gebaut wird, stehen nur wenige Parkplätze zur Verfügung. Bequemer ist es, auf den ÖPNV oder das Rad umzusteigen. Ein Tagesticket im VVS-Netz gilt während der Schau auch im Ostalbkreis bis nach Aalen.

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