Der Akademiegarten am Schlossplatz darf nicht bebaut werden. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Wie soll künftig die Kulturmeile aussehen, wie das Gebiet vom Marienplatz bis zum Schwanenplatztunnel, dort, wo sich heute die B 14 durch die Stadt schneidet. Dazu macht die Stadt einen Wettbewerb – mit klaren Vorgaben.

Stuttgart - Geht es nach dem Willen der ökosozialen Mehrheit im neuen Gemeinderat, dann soll ein Ergebnis des geplanten städtebaulichen Wettbewerbs entlang der B 14 sein, dass das Verkehrsaufkommen auf der Bundesstraße halbiert wird. Mit den Stimmen von Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Grünen, Linksbündnis, SPD und der Fraktionsgemeinschaft PULS beschloss der Gemeinderat am Donnerstag, die Eckpunkte für die Auslobung des Wettbewerbs entsprechend zu ergänzen. Auf Zustimmung auch bei den anderen Fraktionen stieß die Idee, rund um den City-Ring einen durchgängigen Radweg anzupeilen. Die CDU war zuvor mit ihrem Gegenantrag unterlegen, lediglich Ideen für eine stufenweise Reduzierung der Verkehrsflächen auf der heute vier- bis sechsspurigen Bundesstraße untersuchen zu lassen.

Auf „Aufbruch“-Büros dabei

Das Wettbewerbsgebiet, das sich in drei Abschnitte gliedert, erstreckt sich insgesamt vom Marienplatz bis zum Schwanenplatztunnel. Die Stadt will Arbeitsgemeinschaften aus Stadtplanern, Architekten, Landschafts- und Verkehrsplanern zur Teilnahme aufzufordern. Darunter sind auch jene Büros, die bei einem Workshop des Vereins „Aufbruch Stuttgart“ Anfang 2019 Überlegungen für eine Umgestaltung des Abschnitts zwischen Charlottenplatz und Gebhard-Müller-Platz (Kulturmeile) erarbeitet hatten. Die generelle Aufgabenstellung für die teilnehmenden Büros ist es, die trennende Wirkung der innerstädtischen Verkehrsschneise zu beseitigen.

Baubürgermeister Peter Pätzold (Grüne) unterstrich nochmals die Vorgabe der Stadt für die Büros, dabei aus Gründen des Klimaschutzes auf bauliche Eingriffe in Grünflächen wie etwa den Akademiegarten am Charlottenplatz zu verzichten.

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